Andachten

Andacht

Andacht 25.01.2019

25. Januar 2019 | Klaus Kästner

Andacht 25.01.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Und als er von ihm eine Strecke Weges fortgezogen war, dachte Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat diesen Aramäer Naaman verschont, dass er nichts von ihm genommen hat, was er gebracht hat. So wahr der HERR lebt: Ich will ihm nachlaufen und mir etwas von ihm nehmen.

Vor etlichen Jahren berichtete die Presse in den USA über einen Mann, der einen Sack voller Dollarscheine gefunden hatte. Dieser war aus einem Transportwagen der Firma Brinks  gefallen. Er brachte das Geld der Firma wieder, die den Verlust noch gar nicht bemerkt hatte. Die Medien feierten den ehrlichen Finder als Helden, aber er erhielt viele Briefe und Anrufe von Leuten, die ihn als Narren bezeichneten. Der Mann erntete also nicht nur Anerkennung, sondern auch verständnisloses Kopfschütteln über so viel „Dummheit“. Diese Geschichte zeigt, wie weit in unserer Gesellschaft die Vorstellung verbreitet ist, dass nur Dumme nicht jede Gelegenheit wahrnehmen, sich persönlich zu bereichern.
Heute gibt es eine Reihe von Wissenschaftlern, die das Dogma von der Macht der Gene auch auf die Fragen der Ethik anwenden. Sie meinen, die Millionen Jahre dauernde Evolution habe uns auf absolut egoistisches Verhalten programmiert.
Nicht wenige halten solche Vorstellungen für eine wissenschaftlich begründete Weltanschauung. Natürlich gibt es auch Widerspruch. So sagt zum Beispiel Erich Fromm: „Die Wahrheit ist, dass sowohl die Existenzweise des Habens wie die des Seins  Möglichkeiten innerhalb der menschlichen Natur sind, dass unser biologischer  Selbsterhaltungstrieb die Existenzweise des Habens zwar verstärkt, dass aber Egoismus und Faulheit nicht die einzigen dem Menschen inhärenten Neigungen sind. Wir Menschen haben ein angeborenes, tief verwurzeltes Verlangen, zu sein: unseren Fähigkeiten Ausdruck zu geben, tätig zu sein, auf andere bezogen zu sein, dem Kerker der Selbstsucht zu entfliehen.“ (Erich Fromm: Haben oder Sein, Dtv, S. 100)
Die Bibel betont die Entscheidungsfreiheit und Verantwortlichkeit des Menschen. Niemand ist dazu verurteilt, ein Sklave seiner Gene zu sein. Selbstlosigkeit ist eine reale Alternative, weil der Heilige Geist Menschen verändert, bewegt und motiviert.

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