Andachten

Andacht

Andacht 31.01.2019

31. Januar 2019 | Jürgen Schammer

Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!

Wer Kreuzworträtsel löst, trägt diesen Begriff immer dann ein, wenn nach dem Monatsletzten gefragt wird: Ultimo. Streng genommen meint Ultimo aber den letzten Werktag eines Monats, an dem noch Bank-, Börsen- und Handelsgeschäfte getätigt werden können. In Deutschland dürfen sich alle Rentner auf solche letzten Tage freuen, weil dann die Altersbezüge auf ihrem Konto als Gutschrift erscheinen.
Heute also, an diesem 31. Januar 2018 ist für alle Autoren von Andachtsbeiträgen noch eine andere Art Ultimo, nämlich letzter Abgabetermin für das Jahr 2019. Ich weiß nicht, ob das  wirklich so streng gehandhabt wird, aber wer dieses Datum einhält, ist zumindest auf der sicheren Seite.
Aus meiner Sicht lassen sich weitere „Ultimos“ auch auf andere Bereiche anwenden. Jeder ist gut beraten, wenn er zum Beispiel Kündigungsfristen von Verträgen beachtet, die beendet werden sollen.
Bereits einen Tag zu spät kann es heißen: „Bei nicht rechtzeitig erfolgter Kündigung verlängert sich dieser Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.“ Verpasste letztmögliche Abgabetermine von Anträgen, Bewerbungen, Steuererklärungen oder Eingaben können ebenfalls unangenehme Folgen haben und manchmal sogar recht teuer werden.
So ärgerlich all das für den Moment auch sein mag, es handelt sich dabei meistens um Angelegenheiten, die früher oder später wieder ins Lot kommen. Viel wichtiger und  interessanter ist jedoch die Frage, inwieweit sich das Verständnis von Ultimo generell auf  unser Leben als Ganzes übertragen lässt und wozu diese Erkenntnis motivieren will. Den dieser Andacht vorangestellten Vers aus Psalm 90 hat Luther so übersetzt: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Dieser Wortlaut ist uns eher vertraut; aber ich habe mich diesmal bewusst für die Schlachter-Version entschieden, weil  unser aller Leben kein Zeitstrang aus „einem Guss“ ist, sondern eine Aufeinanderfolge vieler einzelner Tage, vom ersten (Geburt) bis zum letzten (Ultimo). Und weil niemand – zum Glück! – dieses Datum wissen oder berechnen kann, sollten wir jeden neu geschenkten Tag mit Gott so gestalten, dass es auch unser Ultimo sein könnte. Solch ein Lebensstil ist „klug und weise“.

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