Andachten

Andacht

Andacht 04.02.2019

04. Februar 2019 | Siegfried Wittwer

Andacht 04.02.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Wenn man diesen Text in seinem Zusammenhang liest, hat man im ersten Moment den Eindruck, dass Jesus hier ein rein soziales Evangelium verkündigt. Eigentlich müssten die Sozialpädagogen, die Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten oder die Helfer der
Wohlfahrtsverbände gemäß diesen Aussagen die Ersten im Reich Gottes sein. Schließlich kümmern sie sich täglich um bedürftige Menschen.
Erhalten also nur diejenigen das ewige Leben, die sich sozial engagieren? Welche Bedeutung haben dann Glaube, Bekehrung und Rechtfertigung? In diesem Abschnitt geht es nicht um Grundfragen des Glaubens, sondern um das Verhalten der Nachfolger Jesu. Gott hat sie  aufgrund ihres Glaubens schon gerechtgesprochen. Jesus will vielmehr der Einseitigkeit seiner Zuhörer etwas entgegensetzen. Sie meinten nämlich, das Reich Gottes schon in der Tasche zu haben, weil sie zum Volk Israel gehörten und Gottes Gebote genau befolgten. Doch Jesus hält ihnen einen Spiegel vor.
Die Menschen meinten zwar, Gott gehorsam zu sein. Aber in Wirklichkeit waren sie  meilenweit davon entfernt. Wie lässt sich sonst erklären, dass es im Land so viele Bettler und Hungernde gab? Gemäß den Gesetzen in den Büchern Mose sollten die Notleidenden ausreichend versorgt werden. Extreme soziale Unterschiede sollten im Jubeljahr durch Erlass der Schulden und Rückgabe des verkauften Grundbesitzes ausgeglichen werden. Warum gab es dennoch so viel soziales Elend?
Ja, die Menschen damals! Doch wie steht es mit uns heute? Verhalten wir uns etwa anders? Jesus versucht es deshalb auf den Punkt zu bringen: Was wir für andere tun, das machen wir für ihn! Alle Menschen sind Geschwister Jesu. Kümmern wir uns um sie, ist es so, als würden wir uns um Jesus kümmern. Motiv dafür ist die Liebe. Menschen, die lieben, sind einfach für andere da. Sie packen mit an, sie geben gerne, sie trösten und stehen bei – ohne darüber nachzudenken, was sie da tun. Geschweige denn, dass sie sich damit irgendwelche Vorteile erkaufen möchten. Nein, es ist für sie selbstverständlich, mit ihrem ganzen Leben zu lieben und für andere da zu sein. Sind wir solche Menschen?

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