Andachten

Andacht

Andacht 14.02.2019

14. Februar 2019 | Dennis Meier

Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

Lasst uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!

Valentinstag. Das dominierende Symbol dieses Tages ist das Herz. Ein kleiner Reisetipp für Zeitreisende: Man sollte seiner Angebeteten vor dem 15., besser vor dem 12. Jahrhundert n.  Chr. keinen Brief mit einem Herzsymbol überreichen. Sie wüsste damit nichts anzufangen und würde nur eine Seerose oder Lilie darin erkennen. Nichts Schlimmes also, aber nicht zielführend.
Auch in der Bibel ist viel vom Herzen die Rede. Aber Vorsicht, denn es droht der gleiche Fehler: Die Bibel meint nicht Romantik oder säuselige Gefühle. Hier ist das Herz die Mitte des Menschen. Es steht für alle möglichen Regungen, ja sogar für intellektuelle Einsicht, den Willen und das Planen. Mit der „Erfindung“ der romantischen Liebe begann der Triumphzug des Herzens als Ausdruck erotischer Leidenschaft.
Wenn die Bibel aber vom Herzen redet, dann meint sie „das Eigentliche der Person“ (F.  Stolz). Und damit sind wir beim Valentinstag, dem „Muttertag der Liebenden“ und  Lieblingstag der „Fleurop“-Gruppe: Das Eigentliche einer Person zu sehen, nicht nur die Romantik, sondern das Wollen, Planen und Denken und sogar die Abgründe, die Grenzen und Ticks – das ist Liebe. Der Liedermacher James Taylor beschreibt den Valentinstag ironisch als „kurze Pause vom Hauen und Stechen“. Aber er endet mit den schönen Worten, frei ins Deutsche übertragen: „Haare hatt’ ich mal, meine Zähne sind raus und in meinem Schrank fehlen ein paar Tassen, aber es macht dir nichts aus.“
Und für alle, die sich heute verschämt oder verletzt wegducken, weil sich der Wunsch nach dem Partner nicht erfüllt hat oder in der Hitze des Alltags verdunstet ist, ein  Alternativvorschlag: Die Worte von Taylor könnten genauso gut Gottes Worte sein. Er sieht das Eigentliche an dir. Er liebt dich mit leidenschaftlicher Liebe, die selbst der Tod nicht scheiden kann. Er meint das Eigentliche deiner Person. Und wenn uns das Gefühl von Mangel überkommt, dürfen wir gewiss sein, dass Mangel nicht zwischen Singles und Nicht-Singles unterscheidet. Wir alle hätten gerne mehr, hätten Verbesserungsvorschläge an den Partner oder das Leben. Dass aber Gott uns von ganzem Herzen liebt – und wir wissen jetzt, was das bedeutet (s.o.) –, ist seine Ansage an uns alle. Und das wird heute gefeiert.

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