Andachten

Andacht

Andacht 23.02.2019

23. Februar 2019 | Lydia Eckart

Andacht 23.02.2019

Bildnachweis: suschaa / photocase.de

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.

Während meiner Prüfungszeit versank ich im Chaos der Bücher und Mitschriften. Da meine Freunde wussten, dass ich an Gott glaube, wurde mir eines Tages in der Bibliothek die obige Bibelstelle vor die Nase gehalten und gefragt: „Was heißt ‚Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei‘?“ War Gott nicht allein?
Ich musste schlucken. Zu meinem Erstaunen hatte ich diesem kleinen Wort bis dahin keine Bedeutung beigemessen. Nun las ich selbst noch mal nach und antwortete zögernd: „Damit müssen wohl die Engel und Gottes Sohn gemeint sein.“ Mit der Antwort zufrieden, wurde nun weitergelesen. Mir wollte dies jedoch länger keine Ruhe lassen. „Ein Bild, das uns gleich sei.“ Uns, das müssen Gott, sein Sohn und die Engel sein. Doch welches Bild habe ich von ihnen? Also der Reihe nach: Wie sehen Gott oder Jesus aus? In der Bibel steht, wir sollen uns kein Bildnis von ihm machen (2 Mo 20,4). Allerdings wird Gottes Gestalt unter anderem als leuchtender Edelstein beschrieben, um seinen Thron strahlt ein Regenbogen, leuchtend wie lauter Smaragde (Offb 4,1– 3). Auch Jesu optisches Erscheinungsbild findet kaum Erwähnung. Und die Engel? Zu ihnen können wir verschiedene detailreiche Beschreibungen finden (Jes 6,2; 1 Kön 6,23–24; Mt 28,2–3; Offb 10,1). Den Angaben nach können sie uns in Angst oder Ehrfurcht versetzen, ein anderes Mal sind sie unscheinbar und fast  menschengleich (Jos 5,13–14). Wenn sie sich nun als Person beschreiben müssten, würden sie ihr Aussehen mit Edelsteinen vergleichen? Einer Studie zufolge hadert die Mehrheit der Deutschen mit dem eigenen Aussehen.
Doch es steht schwarz auf weiß: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“ Wir, die Menschen, das Ende der Schöpfung, sind Gott, Gottes Sohn und den Engeln gleich. Dies umfasst sowohl einige Aspekte unseres Wesens und Menschseins, aber vielleicht auch die äußere Erscheinung. Gott hat uns nach seinem Ebenbild gemacht, wir sind das  i-Tüpfelchen seiner Schöpfung. Daran können wir uns erinnern, wenn uns unser Spiegelbild mal nicht so zusagt.

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