Andachten

Andacht

Andacht 03.03.2019

03. März 2019 | Jessica Schultka

Andacht 03.03.2019

Bildnachweis: AllzweckJack / photocase.de

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Als eine Mutter ihren Töchtern den Sinn der Fastenzeit erklärte, waren die beiden sofort Feuer und Flamme. Die Kleine deklarierte, dass sie ab sofort auf ihren Schal verzichten würde, während die Große großzügig alle längeren Fahrten mit dem Fahrrad streichen wollte. Der Witz dabei: Die Kleine konnte sich noch nie mit ihrem Schal anfreunden und die Große hatte selten Lust auf längere Fahrradfahrten. Wie praktisch doch die Fastenzeit für sie war! Während mein erster Impuls war, sofort zu widersprechen: Die machen sich das ja ganz schön leicht! Sie haben den Sinn der Fastenzeit ja gar nicht verstanden!, wurde mir die Weisheit dieser beiden Mädchen immer mehr bewusst, je länger ich darüber nachdachte. Natürlich ist es heilsam, auf das eine oder andere Überflüssige zu verzichten, um sich zu fokussieren oder neu auszurichten. Ich weiß aber zu gut von mir selbst, dass wir schnell  dazu tendieren, aus ungesundem Ehrgeiz bis zur Erschöpfung an uns herumzudoktern, bis  am Ende nichts mehr klappt. Jesus hat diesem Drang etwas anderes entgegengesetzt. Er lädt uns Menschen ein, ihm nachzufolgen. Statt einer langen Liste von Verzicht oder Aufgaben bietet er in erster Linie an, Lasten an ihn abzugeben und uns erst mal richtig bei ihm  auszuruhen.
Auch Nachfolge hat ihren Preis: Verzicht – und ich muss einiges auf mich nehmen. Und doch verspricht Jesus allen, die sich bislang vergeblich abgemüht haben, Ruhe. Ruhe, die wir  finden, wenn wir bei dem ankommen, der uns gnädig gestimmt ist, der uns bedingungslos annimmt. Das Joch Jesu ist sanft, weil es mich befreit. Ich muss mich keiner Macht der Welt mehr beugen, sondern darf mich bei ihm in seiner Menschenfreundlichkeit geborgen wissen. Ich beuge mich allein Gott, der mir Freiheit und Würde schenkt.
Jetzt finde ich die spontanen Fastenideen der beiden Mädchen ziemlich genial! Vielleicht haben sie Jesus besser verstanden als ich. Ich mühe mich so gerne mit einer selbst  auferlegten Regel ab, dabei könnte ich auch mal gut und gerne verzichten, ablegen, loslassen. Und mich stattdessen neu von Jesus und seiner Idee vom Leben inspirieren lassen.

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