Andachten

Andacht

Andacht 08.03.2019

08. März 2019 | Wilfried Krause

Andacht 08.03.2019

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Am Morgen aber, siehe, da war es Lea. Und Jakob sprach zu Laban: Warum hast du mir das angetan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen?

Ich habe schon viele Veranstaltungen besucht, aber noch nie ein Frauenfrühstück. Der  Grund: Ich bin ein Mann. Dennoch lese ich die Aushänge und Infoblätter, mit denen dazu eingeladen wird. Anregende Themen machen neugierig und bedeutende Referentinnen kommen zu Wort. Nehmen wir an, es wäre möglich, auch Frauen der Bibel als Sprecherinnen zu gewinnen. Eines wüsste ich: Wenn Lea, die Frau Jakobs, auf dem Programm stünde, würde ich mich als Frau verkleidet irgendwo im Raum platzieren.
In der Bibel werden ihr nur „sanfte Augen“ bescheinigt im Gegensatz zu Rahels „schöner Gestalt“. Dass sie dennoch einen Mann abbekam, verdankte sie dem Umstand, die ältere Schwester gewesen zu sein. Für Rahel hatte Jakob sieben Jahre bei seinem angehenden Schwiegervater hart gearbeitet. Als die Hochzeitsnacht kam, legte ihm Vater Laban Lea ins „Nest“. Erst am nächsten Morgen, aus welchem Grund auch immer, entdeckte Jakob den Betrug. Sein Zorn legte sich aber bald, da er eine Woche später auch Rahel zur Frau bekam. Damit begann jedoch Leas Leidenszeit. Ihr Mann ließ sie spüren, dass er sie nicht liebte. Das tat weh. Nach der Geburt des ersten Sohnes hoffte sie: „Jetzt wird mein Mann mich lieben.“ (2 Mo 29,32 EÜ) Die junge Mutter wurde enttäuscht. Nach der Geburt von Levi, ihrem dritten Kind, heißt es: „Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Söhne geboren.“ (V. 34) So brachte Lea schließlich vier Söhne und eine Tochter zur Welt, doch nichts stimmte ihren Mann um.
Was beeindruckt mich an dieser Frau? Sie gab nie den Versuch auf, ihren Mann zu gewinnen, doch ohne Happy End. Was verlieh ihr die Kraft, dennoch das Leben zu meistern? Ich denke, zwei Dinge gaben den Ausschlag. Zum einen bewies sie eine stabile Verbindung zum Herrn. Das wird in der Geschichte ausdrücklich erwähnt. Zum anderen gelang es ihr, sich mit der Rolle als Mutter und Erzieherin zu identifizieren. Damit entschied sie sich für ein Leben mit Zukunft. Über welche Themen könnte Lea aufgrund ihrer Lebenserfahrung referieren? „Leben als Dauerkrise“; „Was mir Kraft gab“; „Gib nicht auf!“ Es lohnt sich, sich mit dieser starken Frau zu beschäftigen.

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