Andachten

Andacht

Andacht 10.03.2019

10. März 2019 | Elí Diez-Prida

Andacht 10.03.2019

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Schnell groß werden – das dürfte sich wohl jedes Kind wünschen. Nicht so aber Robert Pershing Wadlow, der am 22. Februar 1918 in Alton (Illinois, USA) geboren wurde. Während seine vier jüngeren Geschwister von normaler Größe waren, wuchs Robert aufgrund eines Tumors unnatürlich schnell: Mit vier Jahren maß er schon 1,64 Meter, mit acht überragte er seinen Vater (1,82 Meter), mit zehn Jahren erreichte er schon zwei Meter und mit dreizehn waren es 2,24 Meter. Er starb am 15. Juli 1940 im Alter von 22 Jahren an einer Infektion: Da war er 2,72 Meter groß und wog knapp 200 Kilogramm. Sein 3,28 Meter langer Sarg musste von zwölf Männern getragen werden.
Der Wunsch, groß zu sein, ist bei Kindern verständlich und berechtigt. Leider bleiben viele Erwachsene diesbezüglich Kinder: Sie trachten immer wieder danach, „der Größte“ zu sein. Manchmal tun sie das auffallend (sie stellen ihr besonderes Auto immer wieder in den Mittelpunkt; oder den ausgebuchten Terminkalender; oder die teuren Markenklamotten), andere gehen subtiler vor.
Wie befreiend wirkt hingegen der Herzenswunsch von Johannes dem Täufer: „Christus soll immer wichtiger werden, und ich will immer mehr in den Hintergrund treten.“ (Joh 3,30 Hfa) In den Hintergrund treten, wenn die Anzahl der Bewunderer rasant zunimmt; sich selbst zurücknehmen, damit ER in den Mittelpunkt rückt; nicht mehr die erste Geige spielen, weil ein Größerer, der Meister, die Regie übernimmt. Welch wunderbare Eigenschaften einer Führungspersönlichkeit!
Ich will, dass Jesus den Platz in meinem Leben einnimmt oder behält, der ihm zusteht, nämlich den ersten. Wenn wir das ernsthaft wollen, verschwindet die Gefahr der Selbstüberschätzung, aber auch die des Selbstmitleids. Durch Jesus erkennen wir unseren Wert, unsere Berufung, unsere Gaben und unsere Aufträge. Selbst die niedrigste Aufgabe wird dadurch sinn- und wertvoll, dass wir sie für Jesus tun. Darum wird der Einsatz für „die Geringsten“ so hoch honoriert (Mt 25,40).
Herr, öffne du uns die Augen des Herzens, damit das vermeintlich Große klein, und das Wertvolle, das wir so leicht übersehen, groß wird.

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