Andachten

Andacht

Andacht 12.03.2019

12. März 2019 | Joachim Hildebrandt

Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

Ich bete zu Gott, dass eure Liebe immer reicher wird an Einsicht und Verständnis. Dann könnt ihr in jeder Lage entscheiden, was das Rechte ist.

Nach dem Lesen der Andacht am Morgen bete ich. Zuerst habe ich stets viel Grund, Gott zu danken. Dann folgen Bitten und Fürbitte: für meinen Tag, meine Angehörigen, meine  Gemeinde, unsere Prediger, besonders auch für die Leiter in unserer Kirche, für die Verkündigung des Evangeliums weltweit, für die um ihres Glaubens willen Verfolgten.
Vor einiger Zeit wurde mir bewusst, dass ich wohl nie wie Paulus auch um mehr Liebe  gebetet habe, weder für mich noch für unsere Gemeinden. Offenbar hatte der Apostel von lieblosem Verhalten in den Gemeinden erfahren, von mangelnder Einsicht und mangelndem Verständnis. Den Korinthern, die um die geistlichen Gaben stritten, schrieb er: „Ich will euch einen noch besseren Weg zeigen“ (1 Kor 12,31), den Weg der Liebe. In 1. Korinther 13 macht der Apostel deutlich, dass Liebe für die Gemeinschaft wichtiger ist als alle Erkenntnis und alle geistlichen Gaben.
Auf die Frage eines jüdischen Gesetzeslehrers nach dem wichtigsten Gebot antwortete Jesus: „‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!‘ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ein weiteres ist genauso wichtig: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‘“ (Mt 22,37–39 NLB)
Ich frage mich: Warum fällt es mir oft leichter, Gott zu lieben, als meinen Nächsten?  Vielleicht, weil Gott uns Menschen zuerst geliebt hat? Er gab uns Sündern seinen Sohn zu unserem ewigen Heil! Unsere Liebe zu ihm ist in seiner Liebe zu uns begründet.
Bei der Nächstenliebe ist das meist anders. Der Nächste hat uns vielleicht nie Liebe gezeigt. Wir sind ihm gleichgültig oder gar verhasst. Doch Jesus hat uns auch ein Motiv zur  Nächstenliebe gezeigt. In dem Gleichnis vom hartherzigen Schuldner wirft er dem Mann,  dessen Herr ihm eine Millionenschuld erlassen hat, vor: „Hättest du nicht auch Erbarmen haben können mit deinem Kollegen, so wie ich es mit dir gehabt habe?“ (Mt 18,33 GNB)
Die Gnade und Liebe, die ich von Gott empfangen habe, sind Grund genug, auch den  Nächsten zu lieben. Darum bete ich seit einiger Zeit täglich – wie Paulus – um mehr Liebe zum Nächsten.

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