Andachten

Andacht

Andacht 16.03.2019

16. März 2019 | Roland E. Fischer

Andacht 16.03.2019

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!

Zu diesem Jesuswort gibt es ein sehr bekanntes Bild, das im Jahre 1866 von Charlotte  Reihlen, einer Diakonissin aus Stuttgart, entworfen wurde. Darauf sieht man den breiten Weg mit all seinen Versuchungen und Verlockungen, der schließlich ins Feuer führt. Daneben ist ein schmaler und steiler Weg, der von religiösen Veranstaltungen und guten Taten gesäumt wird. Dieser führt ins himmlische Jerusalem.
Was will Jesus mit diesem bildhaften Ausdruck sagen? Dass der bequeme Lebensweg immer der falsche ist? Dass das Leben eines Christen stets anstrengend und schwierig sein muss? Sicherlich nicht! Jesus betont, dass viele auf dem breiten Weg gehen und nur wenige auf dem schmalen. Nicht der Glaubensweg ist automatisch der richtige, den viele Menschen gehen. In Glaubensfragen – wie überhaupt im Leben – hat nicht immer die Mehrheit recht. Im  Gegenteil: Der Wahrheit folgt manchmal nur eine Minderheit. Es kann deshalb durchaus schwierig sein, seine eigene Überzeugung beizubehalten und auszuleben. Es kann manchmal Verzicht und Opfer bedeuten, den Weg zum Leben zu gehen. Jesus will uns einladen und ermutigen, diesen Weg bewusst zu wählen und entschieden zu gehen.
Doch dieses Bild Jesu von der engen Pforte wird von Lukas in einen anderen Zusammenhang gebracht und gewinnt dadurch eine zusätzliche Bedeutung. In Lukas 13,22–30 wendet sich Jesus mit einer Mahnung an die religiösen Führer seiner Zeit. Diese dachten, sie seien auf dem rechten Weg, und führten dazu auch allerlei Argumente an. Doch sie werden Jesus zufolge vom Herrn abgewiesen, während die Völker aus allen Himmelsrichtungen kommen und im Reich Gottes Platz finden. Der Hausherr ist es, der die Tür auf- und zuschließt.
Damit wird es auch zu einem Mahnwort für uns: Es könnte sein, dass wir uns aufgrund  unserer Vorstellungen und Leistungen auf dem rechten Weg wähnen. Doch der Weg zum Leben führt ausschließlich durch die Pforte, an der Jesus steht und Einlass gewährt. Wer den Herrn kennt und zu ihm gehört, der wird Eingang finden.

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