Andachten

Andacht

Andacht 23.03.2019

23. März 2019 | Günter Schlicke

Andacht 23.03.2019

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Dann sagte er [Jesus] zu allen: „Gebt Acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn der Mensch gewinnt sein Leben nicht aus seinem Besitz, auch wenn der noch so groß ist.“

In seiner Erzählung „Wie viel Erde braucht der Mensch“ berichtet Tolstoi vom Bauern Pachom, der viel Land besitzt, aber noch mehr haben will. Er hört von einem Kaufmann, dass die Tataren für einen Rubel so viel Land verkaufen, wie er an einem Tag umlaufen kann. Er meldet sich am nächsten Morgen und muss bis zum Abend wieder am Ausgangspunkt sein. Er marschiert los und das Land wird abgesteckt. Weil das Land so fruchtbar ist, vergrößert er den Kreis immer mehr.
Nachmittags merkt er, dass er bis zum Abend nicht mehr zum Ausgangsort gelangt und  damit alles verloren ist. Jetzt rennt er und nimmt eine Abkürzung nach der anderen. So beendet er bis zum Abend seine Runde und bricht dort völlig erschöpft tot zusammen. Schweigend schaufeln die Tataren ihm ein Grab und legen ihn hinein. Und einer meint: „So viel Erde braucht der Mensch.“
Als eines Tages ein Mann zu Jesus kam und ihn bat, den Erbstreit mit seinem Bruder zu schlichten, lehnte Jesus das ab und erzählte die Geschichte von einem reichen Bauern, der zwar klug handelte, weil er die überreiche Ernte einlagerte, aber dabei nur an sich dachte und noch in derselben Nacht starb. Jesus zeigte damit, dass rücksichtsloses Streben nach Besitz und das immer neue Anhäufen von Vermögen unser Leben nicht absichern können. Die Warnung „Gebt Acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier!“ gilt jedoch nicht nur denen, die Häuser und Ländereien besitzen, Betriebe ihr Eigen nennen, über hohe Kontostände verfügen und deren Denken nur von Maximalprofit bestimmt wird. Auch Sammeln, Horten und Vergleichen mit anderen kann uns so ausfüllen, dass sich alles nur noch darum dreht. Der Wunsch nach dem größeren Auto, dem hübscheren Kleid oder der moderneren Wohnung, nur weil es die Nachbarn haben, macht uns blind und undankbar für das Gute, das wir selbst besitzen.
Unser Leben hängt nicht zuerst davon ab, was und wie viel wir besitzen, sondern davon, was uns Gott jeden Tag neu schenkt: Leben, Zeit, Kraft, Gesundheit und vieles mehr. Genießen wir deshalb diesen Tag und freuen uns an all dem Guten, das wir bekommen und erleben.

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