Andachten

Andacht

Andacht 28.03.2019

28. März 2019 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 28.03.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird.

Es ist eine liebenswerte alte Dame aus meiner Kirchengemeinde, die ich auf der Intensivstation der Klinik besuche. Ich mag sie gern. Sie hat es nicht leicht gehabt im Leben. Sie hat sehr gelitten in ihrer Ehe, dennoch ist sie bei ihrem Mann geblieben und hat ihre Kinder unter vielen Entbehrungen großgezogen. Inzwischen ist sie fast 90 Jahre alt. Ich habe sie als fröhlichen, freundlichen, ausgeglichenen und immer hilfsbereiten Menschen erlebt und bin überrascht zu hören, welche Ängste sie umtreiben.
Sie denkt über ihr Leben nach. Sie wurde von anderen verletzt und schlecht behandelt, und dennoch sucht sie die Schuld bei sich selbst. Ein Phänomen, das ich in der Seelsorge immer wieder erlebe: Opfer fühlen sich als Täter. „Hat Gott mir wirklich vergeben? Ich bin mir nicht sicher. Ich finde keinen Frieden. Ich habe so viel falsch gemacht in meinem Leben.“  Erstaunlich, dass man solche Sätze oft von Menschen hört, von denen man sie nicht  erwartet.
Wir sehnen uns nach Frieden ‒ Frieden mit Gott, Frieden mit unserer Vergangenheit, Frieden mit den Menschen, die zu uns gehören. Wir sehnen uns nach der Gewissheit, dass uns vergeben wurde, und nach Ruhe für unsere Seele.
„Durch unseren Herrn Jesus Christus haben wir Frieden mit Gott.“ Diese Gewissheit schenkt uns unser Glaube. Und durch Jesus Christus ist uns nicht nur der Friede versprochen,  sondern auch „die Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit“.
Diese Zusage darf ich auch meiner Patientin mitgeben. Ihre Tochter beschließt unser Zusammensein im Krankenzimmer mit den Worten: „Mach dir keine Sorgen, Mama, es ist alles gut.“ Ja, es ist alles gut! Wir beten miteinander den 23. Psalm: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ (V. 1‒2.6) Danke, Herr, dass auch ich mich auf deine Zusage verlassen darf!

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UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

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