Andachten

Andacht

Andacht 02.04.2019

02. April 2019 | Gerhard Zahalka

Andacht 02.04.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder.

Bergwanderer grüßen einander, wenn sie sich begegnen. In Bayern und Österreich mit „Grüß Gott“, in der Schweiz mit „Grüezi“ oder „Grüessech“. Alle diese Ausdrücke sind eine  Verkürzung von „Gott grüße dich“.
Am besten gefällt mir der im Engadin und in den rätoromanischen Sprachinseln der Schweiz übliche klangvolle Gruß „Allegra!“ („Freue dich!“). Er ist eine Verkürzung des ursprünglichen „Dieu t’allegra!“ („Gott soll dich erfreuen!“) und wird auch bei schriftlicher Anrede benutzt.
Allegra, dieser schöne Gruß, entspricht genau den ersten Worten, die Jesus nach seiner Auferstehung sprach. „Seid gegrüßt“, sagte er, als er den von seinem Grab hinwegeilenden Frauen begegnete. Jesus sprach Aramäisch, die Evangelisten schrieben alle Griechisch. Es liegt mir fern, Jesus Worte in den Mund zu legen, die er nicht gesagt hat, aber Tatsache ist, dass Matthäus im griechischen Text für „Seid gegrüßt“ chairete (χαίρεϮε) schreibt, das  genauso gut mit „Freuet euch“ übersetzt werden kann.
Paulus verwendet es, wenn er den Christen in Philippi zuruft: „Freut euch [chairete], was auch immer geschieht; freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid!“ (Phil 4,4 NGÜ)
Vor Augen zu haben, dass wir Gott angehören, ermöglicht eine freudige Grundstimmung, die nicht vom augenblicklichen Befinden abhängt.
„Freuet in dem Herrn allewege“, übersetzte Martin Luther. „Freut euch im Herrn allezeit!“ (EB) lautet die genaueste Übersetzung. Freude kann man nicht verordnen, aber man kann sich dazu entschließen, die Dinge positiv zu sehen: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Fällt dir etwas ein, worüber du dich jetzt freuen könntest?
„Mit Furcht und großer Freude“ (Mt 28,8) waren die Frauen damals unterwegs, als Jesus sie in der Nähe des leeren Grabes begrüßte. Da fielen sie vor ihm nieder und beteten ihn an. Die Furcht nahm er ihnen, die Freude blieb. Das macht er auch heute noch so, wenn wir so widersprüchliche Gefühle in uns haben. Allegra!

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