Andachten

Andacht

Andacht 04.04.2019

04. April 2019 | Roland E. Fischer

Andacht 04.04.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Dann trat Petrus hinzu und sprach zu ihm: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist’s genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

Heute jährt sich der Todestag von Dr. Martin Luther King zum fünfzigsten Mal. Am 4. April 1968 wurde er bei einem Attentat erschossen. Martin Luther King war ein US- amerikanischer Baptistenpfarrer und Bürgerrechtler, der zum Anführer der US-Bürgerrechtsbewegung gegen die Rassentrennung wurde. 1963 hielt er seine berühmte Rede mit dem Titel „I have a dream“ (Ich habe einen Traum), in der er seine Vision von einer friedlichen und gerechten Welt zum Ausdruck brachte. Die bekannteste Aussage lautete: „Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird.“ 1964 wurde er für sein Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
King setzte sich leidenschaftlich und konsequent für den gewaltlosen Widerstand ein. Er kämpfte – ganz im Sinne der alttestamentlichen Propheten – gegen Unrecht und  Unterdrückung. Und er tat dies – ganz im Sinne Jesu – ohne Hass und Gewalt. Seine Bürgerrechtsbewegung wurde oft diffamiert, provoziert und bekämpft. Und er persönlich wurde verleumdet, angeklagt und misshandelt. Auch seitens der Behörden erlitt er viel Unrecht und Hass. Mehrere Male wurde er schuldlos inhaftiert. Doch immer wieder rief er zu Gewaltlosigkeit und Vergebung auf.
Unrecht erlitten und erleiden Menschen immer wieder, ganz besonders Jesus und offensichtlich auch Petrus, wie der Bibeltext vermuten lässt. Die Aufforderung zur Vergebung kannte er, doch irgendwann, so dachte Petrus, muss es doch genug sein. Deshalb stellte er Jesus diese Frage: „Herr, wie oft soll ich jemandem vergeben?“ Siebenmal wäre doch schon mehr als genug, dachte er. Die Antwort Jesu „siebzigmal siebenmal“ ist weit mehr als ein Rechenexempel. Jesus will sagen, dass Vergebung nicht begrenzt werden kann, ja, dass dies dem Geist der Vergebung sogar widerspricht.
Oder in den Worten von Martin Luther King ausgedrückt: „Vergebung ist keine einmalige Sache, Vergebung ist ein Lebensstil.“

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden