Andachten

Andacht

Andacht 15.04.2019

15. April 2019 | Günther Hampel

Andacht 15.04.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Im Brief des Apostels Paulus an die Christen in Rom ist von Bedrängnis, Bewährung und Geduld die Rede, aber auch von Hoffnung. Dieser Begriff ist abgeleitet vom niederdeutschen „hopen“ (hüpfen, vor Erwartung springen). Er meint eine innere Ausrichtung, gepaart mit der Zuversicht, dass in der Zukunft etwas Wünschenswertes eintritt, ohne dass darüber wirkliche Gewissheit besteht. Hoffnung ist die umfassende gefühlsmäßige und handlungsleitende Ausrichtung des Menschen im Blick auf die Zukunft.
Für den Apostel Paulus scheint Hoffnung existenzielle Bedeutung gehabt zu haben, aber sie war für ihn nicht gleichbedeutend mit Weltflucht oder unrealistischem Wunschdenken.  Hoffnung gehörte damals wie heute zum Wesen des christlichen Glaubens.
Aus der Geschichte wissen wir, dass gerade Christen, die am stärksten auf das Jenseits schauten, sich auch am eingehendsten mit dem Diesseits befassten: die Apostel, die die Christusbotschaft in „alle Welt“ brachten, die Reformatoren im Mittelalter oder die englischen Protestanten, denen es gelang, die Sklaverei abzuschaffen. Sie alle drückten dieser Welt ihren Stempel auf, gerade weil ihr Sinnen und Trachten auf das Jenseits gerichtet war.
In einer alten Legende heißt es: „Meine Schläge“, gab das Schicksal in einem Interview zu, „sind hart, und meine Rechte ist ebenso gefürchtet wie meine Linke. Treue, Glaube, Liebe, kurz, auch die schwersten Brocken habe ich auf die Bretter geschickt. Nur mit einem Gegner bin ich bisher nicht fertiggeworden: Sooft ich ihn k. o. schlage und überzeugt bin, dass er endgültig liegen bleibt – spätestens bei ,neun‘ ist er wieder auf den Beinen.“ „Und wer ist der Unbezwingbare?“, fragte der Reporter. „Die Hoffnung“, sagte das Schicksal.
Ich wünsche uns, dass wir Hoffende bleiben, was immer auch geschieht, weil wir zu dem gehören, der allein die Hoffnung dieser Welt ist.

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