Andachten

Andacht

Andacht 21.04.2019

21. April 2019 | Klaus Kästner

Andacht 21.04.2019

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not.

„Der Messias“, das große Oratorium Georg Friedrich Händels, hat eine dramatische Entstehungsgeschichte. Stefan Zweig hat sie in den Sternstunden der Menschheit  beschrieben. Dieses Kapitel trägt die Überschrift „G. F. Händels Auferstehung“.
Am 13.4.1737 streckte ein Schlaganfall den massigen 52-Jährigen zu Boden. Die rechte Seite war gelähmt. Dr. Jenkins, sein Arzt, meinte: „Vielleicht können wir den Mann erhalten. Den Musikus haben wir verloren.“ Doch der Mediziner hatte sich geirrt: Händel wurde wieder gesund und die alte Schaffenskraft stellte sich erneut ein. Er komponierte wieder Opern und Oratorien. Leider geriet der Meister immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten. Und das Schlimmste: Die Quelle der künstlerischen Inspiration schien drei Jahre später doch versiegt zu sein. Händel fühlte sich leer und ausgelaugt. Müde und ziellos war er am Abend des 21.8.1741 durch London gelaufen.
Wieder zu Hause angelangt, fand er ein Päckchen beschriebener Blätter; „The Messiah“ stand auf der ersten Seite. Händels Interesse war zunächst sehr gering. Doch dann packte ihn das gewaltige Thema und mit zitternden Händen wendete er Blatt um Blatt. Ein Wunder geschah: Kaum gelesen und durchdacht, hörte er den Text als Musik. Die biblischen Worte wurden zu einer gewaltigen, klingenden Kathedrale, erbaut zu Gottes Ehre. Für immer unfassbar bleibt, wie ein solches Werk in knapp drei Wochen entstehen konnte.
In Dublin sollte das neue Oratorium erstmalig aufgeführt werden. Man fragte ihn, ob er bereit wäre, die Einnahmen der ersten Aufführung für wohltätige Zwecke zu spenden. Die Antwort überraschte: „Nie will ich je Geld dafür nehmen, niemals, ich stehe da einem anderen in Schuld. Immer soll es den Kranken gehören und den Gefangenen. Denn ich bin selbst ein Kranker gewesen und bin daran gesundet. Und ich war ein Gefangener, und es hat mich befreit.“
Der „Messias“ ist bis heute ein Zeugnis für die Macht der biblischen Botschaft. Diese erreicht in der Nachricht der ersten Osterzeugen ihren Höhepunkt: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden.“ (Lk 24,34)
Die Auferstehungsbotschaft verändert das Leben aller, die sich darauf einlassen. Sie ist nicht nur ein Trostpflaster, sondern ein tragfähiges Fundament.

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