Andachten

Andacht

Andacht 25.04.2019

25. April 2019 | Friedhelm Klingeberg

Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist.

„Lieber Herr Klingeberg, ihr ganzes Leben lang war meine Mutter sehr gläubig. Jetzt ist sie dement …“ Ich spüre die große Angst hinter diesen vier Worten und die bange Frage: „Wird sie am Ende doch verloren gehen, weil sie ihre geistliche Orientierung verloren hat? Wenn sie Stück für Stück ihre Persönlichkeit verliert, ist sie dann auch für die Ewigkeit verloren?“
Diese Fragen bewegen auch Angehörige von Pastoren und anderen Menschen, die ihr ganzes Leben in den Dienst der Verkündigung des Evangeliums gestellt haben, – und nicht bei  jedem äußert sich die demenzielle Verwirrung so positiv wie bei jenem lieben alten Kollegen, der jeden Morgen zu Hut und Mantel griff, weil er meinte, es sei Sabbat und er müsse unbedingt auf die Kanzel. Anderen Menschen das Evangelium von Jesus weiterzugeben, war sein Leben und seine größte Freude, und das blieb ihm auch, als die Krankheit ihren Tribut forderte. Fast möchte man sagen: Wie schön, wenn es so ausgeht …
Aber weil das keineswegs der Normalfall, sondern die große Ausnahme ist, bleibt die Frage meiner Kursteilnehmerin brennend akut – und ich bin so froh, dass ich angesichts dieser  Frage spontan an unseren heutigen Bibelvers denken musste, denn es ist die einzige Antwort, die wirklich trägt.
Ja, auch treue Gotteskinder können so schwer erkranken, dass sie buchstäblich den Verstand verlieren. In dieser kaputten, vom Bösen demolierten Welt ist das möglich, und wir leiden darunter. Und wenn der Zuspruch des Apostels Paulus an seine Schwestern und Brüder in Rom damals, vor 2000 Jahren, lebenswichtig war, dann gilt das heute umso mehr: Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen. Und selbst wenn unser Geist und unsere Persönlichkeit sich langsam auflösen, weil wir die Last des Lebens nicht mehr zu tragen vermögen, bleiben seine Liebe und Barmherzigkeit doch gänzlich unverändert. Er urteilt ja nicht im Blick auf die letzte Wegstrecke des Lebens, sondern er schaut in unser Herz, hat immer unser gesamtes Leben im Blick und vergisst niemals, dass wir seine geliebten Kinder sind. Lass es dir deshalb heute ganz persönlich sagen: Seine Liebe hört niemals auf!

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