Andachten

Andacht

Andacht 14.05.2019

14. Mai 2019 | Beate Strobel

Andacht 14.05.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Mose aber suchte den Herrn, seinen Gott, umzustimmen und sagte: „Ach Herr, warum willst du deinen Zorn über dein Volk ausschütten, das du eben erst mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast? … Lass ab von deinem Zorn.

So ganz und hundertprozentig vertrauen die Israeliten ihm nie. Immer wieder muss Mose vor dem Volk für Gott eintreten. Und umgekehrt: Immer wieder muss er für das Volk vor Gott eintreten, wenn es auf Abwege geraten ist. Aus dieser Spannung kommt Mose nie heraus. Das Mittel, mit dem er dabei arbeitet, ist das Gebet. Mose betet sozusagen „im Spagat“, mal für die eine Partei, mal für die andere.
Wer für andere Menschen betet, der tritt zwischen sie und Gott. Der macht sich zu ihrem Anwalt, überlegt, was ihnen guttut und hilft. Er legt Gott die Menschen ans Herz. Beten kann man im Gottesdienst, aber viele Menschen beten ganz für sich für die, die ihnen nahestehen. Eltern für Kinder, Kinder für Eltern. Oder sie beten für andere, die sie vielleicht gar nicht kennen: Opfer einer Naturkatastrophe, leidende Menschen und ihre Angehörigen, Politiker, die gefordert sind.
Für andere beten – damit wollen Menschen andere begleiten und stärken. Zum Beispiel für große Aufgaben, vor denen sie stehen. Auch mir tut es gut, wenn Menschen mir sagen: „Ich bete für dich!“ Manchmal beten Menschen auch für andere, weil es gerade nicht in ihrer Macht steht, aktiv etwas anderes beizutragen. Wer für andere betet, der tritt vor Gott für sie ein, auch wenn diese Menschen ihm Sorgen oder Mühe machen – so wie damals die Israeliten dem Mose. „Wende dich nicht von ihnen ab! Vergiss nicht, sie gehören zu dir!“
Wer für andere betet, gewinnt ihnen gegenüber eine andere Einstellung. Er legt sie nicht nur Gott ans Herz – sie liegen ihm auch selbst am Herzen. Wer für andere betet, der kann nicht verächtlich oder hasserfüllt an sie denken. Beten schärft den Blick und verändert zum  Positiven. Wir erinnern uns, dass wir das Gute weitergeben wollen, das wir von Gott  empfangen haben.

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