Andachten

Andacht

Andacht 18.05.2019

18. Mai 2019 | Heinz-Ewald Gattmann

Andacht 18.05.2019

Als die Leute Paulus von der Auferweckung vom Tod reden hörten, lachten einige ihn aus. Aber andere sagten: „Darüber wollen wir ein andermal mehr von dir hören!“ So verließ Paulus die Versammlung.

Da geht er, der erfolgreiche Missionar, der Gründer zahlreicher Gemeinden und Glaubensheld der jungen Christengemeinde. Welche Gefühle und Gedanken mögen ihn in diesem Augenblick beschäftigt haben? Mutlosigkeit, weil er kaum etwas für Jesus erreicht hat? Vielleicht sogar Rechtfertigungsversuche – „Ich habe alles versucht, mit ihrer Entscheidung müssen sie selbst klarkommen!“? Oder auch Enttäuschung, weil die Athener so wenig aufgeschlossen sind? Die Bibel lässt diese Fragen offen, auch wenn Antworten für uns heute interessant wären.
In gewisser Weise leben wir doch auch in Athen: Um uns herum interessieren sich Menschen kaum für das Evangelium, oft ist es nur ein Angebot unter vielen für die Gestaltung des Lebens. In einigen Presseerzeugnissen werden Christen leicht zur Zielscheibe eines subtilen Spottes, besonders kurz vor Weihnachten oder Ostern. Da wird die Glaubhaftigkeit der Bibel infrage gestellt, wobei das kritische Ergebnis sich seit Jahren nicht ändert. Zumindest im heutigen Mitteleuropa ist die Situation wie damals in Athen. Und Gott erwartet, dass wir das genauso aushalten. An anderen Stellen war Paulus erfolgreich, in Athen hat er kaum etwas für Jesus bewirkt. An anderen Stellen der Welt ist unsere Verkündigung erfolgreich, Tausende Menschen bekehren sich zu Gott. Gerne, und manchmal nicht ohne Stolz, wird davon berichtet, wie die Gemeinde dort explosionsartig wächst. In Mitteleuropa sind wir froh und glücklich über die wenigen, die wir für Jesus gewinnen können, zeigen sie doch, dass unser Zeugnis über ihn doch wahrgenommen wird. Es ist wie in Athen: Neben Dionysius und Damaris gibt es nur einige andere, die sich für Jesus entscheiden (Apg 17,34).
Gut, dass Lukas davon berichtet, denn es gibt Plätze, wo Gott nur wenige erreicht. Das sagt allerdings nicht unbedingt etwas über die Glaubenskraft und den Mut der dortigen Gläubigen aus. An vielen Stellen ist es eben nicht schick, Christ zu sein. Und wenn ich an einem solchen Ort wohne, darf ich mich mit dem trösten, was Paulus in Athen erlebt hat.

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