Andachten

Andacht

Andacht 05.06.2019

05. Juni 2019 | Gerhard Zahalka

Andacht 05.06.2019

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen verkauft? Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt.

Ich habe zwei Schwestern und hatte auch einen Bruder, Udo. Er wurde nur 20 Monate alt. Obwohl in einem Fotoalbum von ihm ein paar Bilder zu finden sind, wurde in unserer  Familie, zumal unter uns drei Geschwistern, von ihm fast nie gesprochen.
Aber wenn ich auf Beerdigungen immer wieder die Beteuerung hörte und auf Trauerschleifen las: „Wir werden dich nie vergessen“, wurde mir jedes Mal beschämend bewusst, dass wir  das von unserem Udo nicht sagen könnten.
Ganz anders ist unser Gott! Der Schöpfer und Herrscher des Universums lässt uns wissen,  dass seine Zuwendung an jeden von uns allumfassend ist und nie endet. Wenn er schon keinen Spatzen vergisst – wie viel mehr gilt dann seine Aufmerksamkeit und Fürsorge den Geschöpfen, für die Jesus am Kreuz gestorben ist!
Wenn ich vor einer Bergtour bei unsicherem Wetter meiner Wandergruppe versicherte: „Seid unbesorgt, ich kenne hier jeden Grashalm mit Vornamen“, verstand sie, dass mir der Weg  und das Gelände vertraut waren, was die Gefahr bei einem überraschend aufziehenden Gewitter oder bei Nebel verminderte.
Manche Vergleiche, die Jesus anführte, überspitzte er bewusst, um einen Sachverhalt ganz besonders zu verdeutlichen. Zum Beispiel, als er von verschluckten Kamelen sprach (Mt  23,24) oder von dem Kamel und dem Nadelöhr (Lk 18,25). Aber sein Vergleich mit den Sperlingen oder sein Wissen über unser Kopfhaar ist keine Überspitzung! Ob du viele oder wenige oder gar keine Haare mehr hast – er weiß es. Er weist Milliarden von Sternen ihre Bahn zu, und doch ist es ihm nicht zu gering, die Zahl deiner Haare zu kennen! Er kümmert sich sogar um Einzelheiten deines Lebens, von denen du nichts weißt. Er ist uns immer nahe, auch dann, wenn wir es nicht spüren. Seine Fürsorge und seine Liebe zu uns sind nicht zu übertreffen, seine Zuwendung wird durch die Vielzahl der Menschen nicht geschmälert. Wenn er schon keinen Spatzen vergisst, dann vergisst er erst recht keinen von uns. So zeigt  er uns seine Wertschätzung und lässt uns wissen: Ich bin ein liebender, barmherziger,  allwissender Gott, ich bin mit dir und vergesse dich nie! Daher weiß ich: Meinen Bruder Udo  hat er auch nicht vergessen.

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