Andachten

Andacht

Andacht 15.06.2019

15. Juni 2019 | Roland E. Fischer

Andacht 15.06.2019

Bildnachweis: lama-photography / photocase.de

Jesus benutzte stets Gleichnisse und Bilder, wenn er zu den Menschen sprach, er sprach nie zu ihnen, ohne solche Vergleiche zu verwenden.

Man bat einen Rabbi, dessen Großvater ein Schüler von Baal Schem Tov (dem Gründer der chassidischen Bewegung) gewesen war, eine Geschichte zu erzählen. „Eine Geschichte soll man so erzählen, dass sie selbst zu einer Hilfe wird.“ Und er begann: „Mein Großvater war lahm. Einmal bat man ihn, eine Geschichte von seinem Lehrer zu erzählen. Da erzählte er, wie der große Baal Schem beim Beten zu hüpfen und zu tanzen pflegte. Mein Großvater stand, als er erzählte, und die Erzählung riss ihn so mit, dass er hüpfend und tanzend zeigen musste, wie der Meister es gemacht hatte. Von der Stunde an war er geheilt.“ (Nach Martin Buber: Die Erzählungen der Chassidim.)
Geschichten bewegen, Geschichten verändern, Geschichten heilen. Wir alle erinnern uns seit unserer frühen Kindheit an Geschichten, die uns bewegen, die Gefühle hervorrufen, uns motivieren und begeistern. Und wir wissen, dass hinter den Geschichten eine Wirklichkeit steht: sei es in unserem engeren Umfeld von Familie, Freunden und Gemeinde oder im  großen Kontext von Welt und Menschheit. Geschichten helfen uns, diese Wirklichkeit zu deuten und zu gestalten.
Jesus benutzte in seiner Verkündigung auch viele Geschichten, ja er sprach vom Reich Gottes fast nur in Bildern und Gleichnissen. Damit brachte er seinen Zuhörern eine verborgene Wirklichkeit nahe, er weckte Interesse und Begeisterung. Diese Geschichten veränderten Menschen und machten sie zu Bürgern des Reiches Gottes.
Schließlich ist die ganze Bibel eine einzige große Geschichte über das Heilshandeln Gottes in dieser Welt. Wir nennen sie deshalb auch „Heilsgeschichte“. Diese große Heilsgeschichte  Gottes mit ihren vielen unterschiedlichen Erzählungen, Bildern und Gleichnissen öffnet unseren Blick für die Wirklichkeit Gottes und seines Handelns. Diese Heilsgeschichte hat schon viele Menschen bewegt, verändert und gesund gemacht an Leib und Seele. Diese Heilsgeschichte hat ihnen wahres, ewiges Leben vermittelt. Das heilsame Handeln Gottes, das darin sichtbar wird, kann und muss auch immer wieder in Geschichten weitererzählt werden.

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UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

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