Andachten

Andacht

Andacht 29.06.2019

29. Juni 2019 | Gerhard Wagner

Andacht 29.06.2019

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen.

Seit einiger Zeit gibt es eine öffentliche Diskussion über „Fake News“, gefälschte, erfundene, absichtlich falsch dargestellte Nachrichten. Was belastet, wird kurzerhand als Betrug dargestellt, was andere verleumdet und einem selbst nutzt oder ins eigene Denkschema passt, wird ohne Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt verbreitet. Was ist Wahrheit, was ist  Lüge und wer kann Wahrheit von Falschmeldungen unterscheiden?
Nikodemus, ein angesehener Mann im öffentlichen Leben zur Zeit Jesu, beobachtete seine Welt. Nicht nur seine berufliche Lebenswelt, er hatte ein Ohr dafür, worüber die Leute auf der Straße redeten. Er kannte sich in seiner Bibel aus, er verstand die politischen Zeitumstände und schätzte sich selbst als nicht so weise ein, alles richtig beurteilen zu können. Nikodemus suchte den noch jungen Wanderprediger Jesus auf und wollte mit ihm reden. Er kam zu Jesus und eröffnete das Gespräch mit den Worten: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust.“ Er war sich sicher, wer so handeln kann wie Jesus, kommt von Gott. Worüber wollte er reden?
Ich frage mich, was Jesus heute zu all den Fragen der Menschen sagen würde. Er könnte ja alles richtigstellen, Fake News korrigieren und die Berichte der guten Journalisten  bestätigen. Er könnte wissenschaftliche Fragen beantworten und soziale Ansätze bewerten. Jesus könnte die aktuelle Politik und Weltanschauungen einordnen, theologische Erkenntnisse bestätigen oder korrigieren.
Was antwortete Jesus dem wahrheitssuchenden Pharisäer Nikodemus? Er sagte: „Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3) Jesus sprach das Wichtigste des menschlichen Lebens an: Wer sich Gott zuwendet, sich von ihm prägen und leiten lassen will, hat eine Perspektive für die Ewigkeit. Wer Gottes Handeln und seine Liebe zu Menschen, ja zur ganzen Welt sieht, wird diesem Gott vertrauen. Wer die letzten Folgen menschlicher Entscheidungen kennt, will sich nach Gottes Willen richten. Wer Gott vertraut, hat ewiges Leben und geht nicht verloren (Joh 3,14). Wer Gott vertraut, kann offene Lebensfragen ertragen, weil er erkannt hat: Es reicht, dass Gott alles weiß.

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