Andachten

Andacht

Andacht 30.06.2019

30. Juni 2019 | Heinz Wietrichowski

Andacht 30.06.2019

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.

Früher war in meiner Heimatgemeinde ein- oder zweimal im Jahr ein Fastensabbat angesetzt. Es wurde zwar nicht kontrolliert, wer ihn wie einhielt; aber es war für uns Ehrensache, hier ehrlich zu sein. Ich erinnere mich, dass das Fasten für mich und meine Familie jedes Mal eine eindrückliche Erfahrung war. Auch Jesus und seine Jünger fasteten und unterhielten sich darüber. Zu biblischen Zeiten war das Fasten eine Übung, die zu einem besonderen Frömmigkeitsstil gehörte.
Welchen Sinn hat es nun? Heute fasten Menschen aus verschiedenen Gründen, die wenigsten wahrscheinlich aus religiösen. Wenn wir als Mitglieder unserer Freikirche einem  Fastenaufruf folgen, so dürfte es wohl immer mit Gebetsanliegen verbunden sein. Fasten unterstreicht die Ernsthaftigkeit unserer Bitten.
Mit dem Verzicht auf Nahrung über eine bestimmte Zeit hinweg will der Beter demonstrieren, dass es ihm ernst ist mit seinem Anliegen. In der Tat erinnert ein knurrender Magen ständig an das Gebetsanliegen, er wirkt wie ein Knoten im Taschentuch. Außerdem wird jemand, der fastet, sich lebhaft vorstellen können, wie es wohl wäre, wenn er am Abend weiterhin nichts zu essen bekäme und am nächsten Tag auch nicht!
Zu hungern ist das Schicksal vieler Millionen Menschen an jedem Tag! Wer fastet, kann mitfühlen. Darüber hinaus haben wir als Familie an einem Fastensabbat die Erfahrung gemacht, dass wir sehr viel Zeit hatten. Ein Ausflug oder ein Besuch, der etwas zeitaufwendiger war, ließ sich an einem Fastentag sehr gut einplanen. Wer gerne rechnet, könnte sogar feststellen, welcher Geldbetrag durch den Nahrungsverzicht eingespart wird und wofür dieser einsetzbar sein würde.
Auf jeden Fall gilt: Wer Fasten als Zeichen der Ernsthaftigkeit seiner Hinwendung zu Gott ausübt, zeigt, dass ihm das Gebetsanliegen wichtig ist. Ich wage zu behaupten, dass Fasten ohne ein gleichzeitiges Gebetsanliegen zu einer hohlen Zeremonie werden kann. Erinnern wir uns, wie gut es uns heute geht! Was müsste wohl passieren, dass in meiner Gemeinde oder bei mir selbst spontan der Wunsch nach einem Fastentag entstünde?

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