Andachten

Andacht

Andacht 03.07.2019

03. Juli 2019 | Lydia Eckart

Andacht 03.07.2019

Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Ich muss gleich zu Beginn etwas gestehen: Ich vergifte jedes Jahr im Sommer mehrere unserer Untermieter … Und durch diesen Bibeltext bin ich nun ins Nachdenken geraten. Eine wichtige Information sollte ich dazu wohl ergänzen: Mit unseren „Untermietern“ sind die zahlreichen Fliegen in der Küche gemeint!
Allerdings vergifte ich sie tatsächlich mit einem wunderschönen kleinen Schmetterling, der am Fenster klebt, mit Gift eingestrichen ist und auf den sie wortwörtlich fliegen. In Matthäus 25,40 steht: „… einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Ich hoffe sehr, dass da Fliegen nicht miteingeschlossen sind.
Doch ich will nicht beim „Was tue ich anderen an?“ stehen bleiben, sondern der positiven Seite nachgehen: „Was tue ich für andere?“
Dazu eine Begebenheit, die mein Opa erlebt hatte. Ein Mann auf der Straße trat mit der Bitte um Geld an ihn heran. Er wolle davon Brötchen kaufen. Dem Mann war wohl anzusehen bzw. „anzuriechen“, dass er das Geld zwar für etwas Essbares benötigte, es aber eher gegen etwas Alkoholhaltiges eintauschen würde. Mein Großvater fragte ihn wohl daraufhin, ob er noch länger hier wäre, er würde noch etwas erledigen und ihm dann etwas zu essen mitbringen. Als er mit den Brötchen wiederkam, war der Mann nicht mehr da. Das konnte ihn jedoch nicht aufhalten und er suchte den Mann, fand ihn und übergab die Brötchen.
Für mich war das bewundernswert, denn ich wüsste nicht, ob auch ich diese Courage besäße. Würde ich ihm Geld geben und schnell weiter meines Weges ziehen? Wo ich doch bereits fliegende Untermieter vergifte …
Auf meinem täglichen Weg liegt eine Seitenstraße, von der aus man in der Hauptverkehrszeit schlecht auf die Hauptstraße wechseln kann. Wenn ich es sehe, lasse ich – unter den verärgerten Blicken der Fahrer hinter mir – immer ein Auto einbiegen. Es ist vielleicht nicht so eine gute Tat wie die meines Opas, doch den freudigen, überraschten und erleichterten Blicken der Vorgelassenen nach zu urteilen, doch eine große Hilfe.
Ich wünsche uns das Erkennen von Möglichkeiten, anderen zu helfen, und den Mut dazu, es auch zu tun. Und sei es nur durch ein Handzeichen im dichten Straßendschungel.

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