Andachten

Andacht

Andacht 04.07.2019

04. Juli 2019 | Josef Butscher

Andacht 04.07.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

Normalerweise sprechen wir bei diesem Gleichnis von der Geschichte des verlorenen Sohnes. Heute möchte ich mich auf den Vater konzentrieren, der die Hauptrolle in diesem Gleichnis spielt. Leicht ist zu erkennen, dass es sich bei dem Vater um Gott handelt. Wie ist dieser Gott, der Vater genannt wird? Er lässt den Menschen die Freiheit der Entscheidung, auch wenn er damit nicht einverstanden ist. Er gibt dem Heruntergekommenen zur rechten Zeit die Erkenntnis, dass er sich – getrennt vom Vater – auf eine Stufe mit den Tieren, noch dazu den unreinen Schweinen, stellt. Er bewegt den Fortgelaufenen dazu, sich nach Hause aufzumachen. Er erwartet ihn voller Sehnsucht und empfängt ihn mit offenen Armen. Er wirft ihm seine Vergangenheit nicht vor, hält ihm keine Moralpredigt, sondern beschenkt ihn, setzt ihn wieder als Sohn ein und veranstaltet für ihn ein Riesenfest. So ist Gott? Ja, so ist er! Die ehemals Verlorenen wissen das zu schätzen, aber die anständigen, selbstgerechten frommen oder unfrommen Spießbürger (dargestellt durch den zu Hause gebliebenen Sohn) regen sich darüber auf, finden das ungerecht und wollen mit dem, der sein Erbe verschleudert hat, nichts zu tun haben. Was für ein Irrtum, zu meinen, dass man die vergebende Gnade Gottes nicht nötig hätte! Wir sind alle ohne Gott verloren. Jedes Leben ohne ihn ist sinnlos. Jeder ist auf ihn angewiesen. Und jeder erhält die Chance, mit ihm neu anzufangen. Das ermöglicht Gott. So ist er. Ein Leben mit Gott ist ein tägliches Fest! Deshalb verharre nicht auf deinen eigensinnigen Wegen; deshalb mache keine verkniffenen Anstrengungen, um ihm zu gefallen; deshalb gib deine Sauermiene auf und ersetze sie durch Lachen! Deshalb danke ihm dafür! Scheu die Stunde nicht,/ die mit wildem Wirbelstoß/ plötzlich deine Kraft entwindet. Scheu die Stunde nicht,/ da du daliegst wurzellos,/ taub, zerschlagen und erblindet. Nur wo Menschenruhm zerschellt,/ kann Gott neu gestalten;/ wer sich selber glaubt und hält,/ wird sich nicht erhalten.

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