Andachten

Andacht

Andacht 08.07.2019

08. Juli 2019 | Thomas Lobitz

Ein einzelner zarter grüner Grashalm vor grünem Hintergrund.

Bildnachweis: judigrafie / photocase.de

Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

Bilder haben Macht. Sie rufen Gefühle hervor. Wir sind fasziniert vom Fernsehen, von YouTube-Videos oder Kunstausstellungen. Popstars wissen, dass ihre Lieder erfolgreicher werden, wenn sie Musikvideos dazu produzieren. Studien belegen, dass wir uns von bildhaften Vorstellungen stark in unserem Fühlen und Denken beeinflussen lassen, unabhängig von den gebrauchten Worten. Zwei Gruppen von Versuchspersonen zeigte man Bilder von Tieren. Eine Gruppe betrachtete Geparden, die andere Schildkröten. Anschließend wurden den beiden Gruppen die gleichen Fotos von Fußgängern gezeigt. Die Versuchspersonen sollten deren Gehgeschwindigkeit schätzen. Jene, die zuvor die Gepardenbilder gesehen hatten, schätzten die Geschwindigkeit der Fußgänger durchweg höher ein als die Menschen aus der Schildkrötengruppe. Bilder im Kopf erzeugen einen Deutungsrahmen, der die weitere Wahrnehmung beeinflusst und das Verständnis neuer Eindrücke vorprägt (siehe Elisabeth Wehling: Politisches Framing, Halem Verlag). Wer bereits ein feststehendes Bild – eine feste Vorstellung – von einer Sache oder einem Menschen hat, kann sich auch durch entgegengesetzte Tatsachen oder Erfahrungen nur schwer davon lösen, so fanden es Forscher in weiteren Versuchen heraus. Wenn man diese Erkenntnis auf den Glauben an Gott überträgt, lässt sich leicht einsehen, warum im zweiten der Zehn Gebote die Anbetung von Götzenbildern verboten wird. Denn bildliche Gottesdarstellungen wirken durch ihre Emotionalität viel stärker, als nüchterne Worte es jemals könnten. Gleichzeitig legen sie uns auch viel stärker auf eine bestimmte Sichtweise fest, ohne dass es uns bewusst wird. Es ist kein Zufall, dass Gott uns durch die Bibel (also durch Worte) sein Wesen mitteilen will, anstatt durch Bilder oder Statuen. Die höchste Offenbarung Gottes geschah jedoch nicht durch Worte, sondern durch Fleisch und Blut: In Jesus Christus wurde Gott Mensch und demonstrierte seine wahre Wesensart. Wenn wir uns mit dem Leben Jesu beschäftigen, wird unsere Vorstellung von Gott so geprägt, wie er wirklich ist.

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