Andachten

Andacht

Andacht 11.08.2019

11. August 2019 | Roland E. Fischer

Andacht 11.08.2019

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Er sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, aber nicht zu wenig, und geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so stelle sie beiseite. Sie ging hin und schloss die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei, und sie goss ein. Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.

Eine Frau ist in existenzieller Not: Ihr Mann ist gestorben, ihre beiden Söhne sollen als Sklaven verkauft werden, weil sie ihre Schulden nicht bezahlen kann. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an den Propheten Elisa. Dieser gibt ihr einen sonderbaren Rat.
Wir sind auch manchmal in schwierigen Lebenslagen, vielleicht ebenfalls in existenzieller Not. Wir beten zu Gott und bitten um seine Hilfe, vielleicht verlangen wir sogar ein Zeichen. Manchmal bitten wir direkt um ein Wunder. Dabei denken wir an die Zeichen und Wunder, von denen in der Bibel berichtet wird, die Jesus selbst getan hat. Waren diese nicht offensichtlich und spektakulär? Haben sie nicht viele Menschen beeindruckt?
Die Witwe in unserer Geschichte wendet sich an den Propheten Gottes, sie bittet aber nicht um ein Wunder. Elisa verweist die Frau interessanterweise auch nicht auf die Macht Gottes, sondern auf das, was sie im Hause hat. Das ist nicht viel, nur ein Krug Öl, und deshalb soll sie sich weitere Gefäße beschaffen. Danach soll sie die Tür verschließen, und dann geschieht das Wunderbare: Mit einem Krug Öl werden alle Gefäße gefüllt, die sie hat. Das erlebt nur sie mit ihren beiden Söhnen.
Wenn wir um die Hilfe Gottes bitten, verweist er uns vielleicht auch manchmal auf das, was wir haben. Und er fordert uns auf, selbst aktiv zu werden und Hilfe zu holen. Wir sollten nicht das von Gott erwarten, was wir selbst tun können. Das ist ein Prinzip dieser Geschichte und vieler anderer biblischer Begebenheiten.
Die zweite Botschaft dieser Erzählung: Wunder geschehen oft im Verborgenen. Für die Frau und ihre Söhne geschah hier offensichtlich ein Wunder, all die anderen bemerkten es nicht. Gott will keine Show, er handelt oft meist hinter verschlossenen Türen.

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