Andachten

Andacht

Andacht 16.08.2019

16. August 2019 | Beate Strobel

Andacht 16.08.2019

Bildnachweis: nild / photocase.de

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes Reich kommt.

„Wenn ich einmal reich wär …“, singt der Milchmann Tewje in dem Musical „Anatevka“ und malt sich dann genau aus, wie dieser Reichtum aussehen könnte. Herrlich, sich vorzustellen, dies oder das kaufen zu können, ohne lange darauf zu sparen! Manche sagen dann: „Geld allein macht nicht glücklich!“ Aber warum sollte ich nicht davon träumen dürfen, viel Geld zu haben? Bedenklich wird es, wenn solche Träume zu Unzufriedenheit und Neid führen. Wer reich ist, für den ist das Leben nicht automatisch problemlos. Das beginnt bei der Sorge, den Reichtum zu erhalten, das Geld richtig anzulegen und zu verwalten, und endet bei der Angst, seinen Besitz zu verlieren.
Doch wo ordne ich mich selbst ein? Wenn ich mir Fragen nach Besitz und Reichtum stelle, dann brauche ich für eine Antwort Maßstäbe. Als Christ blicke ich dafür in die Bibel. Dort gibt es die wohl bekannteste Aussage Jesu, die alle vier Evangelisten zitieren: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes Reich kommt.“ Das heißt also, wenn du reich bist, kannst du den Himmel vergessen. Ist das wirklich so?
Die Bibel spricht die Probleme, die sich mit Reichtum verbinden, an verschiedenen Stellen an: Nicht der Reichtum an sich ist das Problem, sondern wie ich damit umgehe. Eine Volksweisheit sagt: „Reichtum ist vergänglich.“ Eine andere: „Das letzte Hemd hat keine Taschen.“ Das vergessen wir häufig. Mag mein Besitz noch so gesichert sein, für mich kommt der Tag, da muss ich sterben und alles zurücklassen. Wenn mir das bewusst ist, werden ganz andere Dinge wichtig.
„Wenn ich einmal reich wär …“ Wäre dann mein Weg zu Gott verstellt? Nein, sicher nicht. Aber er wäre vielleicht etwas schwieriger. Denn die Versuchung, sich an seinem Reichtum festzuklammern und die Menschen um einen herum in ihrer Not aus dem Blick zu verlieren, nimmt mit dem Reichtum zu. Gott sei Dank gibt es viele Menschen, die trotzdem diesen Blick nicht verlieren. Die Ausrede, dass mein Besitz nicht ausreicht, um Gutes zu tun, gibt es nicht. Jeder ist aufgerufen, mit dem, was er hat, nicht nur für sich selbst zu sorgen, sondern auch seinen Mitmenschen in ihren Nöten zu helfen.

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