Andachten

Andacht

Andacht 23.08.2019

23. August 2019 | Hartwig Lüpke

Andacht 23.08.2019

Bildnachweis: luh / photocase.de

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.

In meinen jungen Jahren begleitete mich die Bibelübersetzung von Hans Bruns, einem begnadeten Evangelisten und Seelsorger. Von ihm stammt der einprägsame Spruch: „Selig, die das Wort erfanden: ‚Einverstanden!‘“ Diese Haltung Gott und seinem Wort gegenüber war mir immer wichtig. Allerdings kann man die Aussage auch missverstehen. Muss man z.B. wirklich mit allem, was uns im Leben begegnet, einverstanden sein, weil uns „alle Dinge zum Besten dienen“? Meinte Paulus: „So, wie es im Leben gerade läuft, ist es schon am besten; von Gott her hat alles seinen tieferen Sinn, auch Krankheit, Schmerzen und all das unermessliche Leid in dieser Welt!“? Denkt Gott so? Ist es das, was der Apostel sagen wollte?
Die Bibel nennt das Böse niemals gut und das Übel niemals hilfreich. Leid bleibt Leid, das nie in Gottes Welt gehören sollte. Paulus spricht in Römer 8 davon, dass die ganze Schöpfung seufzt und stöhnt. Und manchmal wissen auch wir Christen nicht mehr, was wir beten sollen. Wie gut, dass der Heilige Geist uns zu Hilfe kommt und angesichts der geschundenen Welt mit uns seufzt und mit uns betet (Röm 8,22–23.26).
Aber schauen wir den obigen Bibeltext noch einmal an: „Was auch geschieht, das eine wissen wir: Für die, die Gott lieben, muss alles zu ihrem Heil dienen.“ (GNB) Diese Übersetzung trifft den Sinn des Textes sehr gut. Das „Beste“ ist unser Heil, unsere tiefe Beziehung zu Gott.
Äußere und innere Nöte können an Gottes Macht und Liebe zweifeln lassen. Sie können das Verhältnis zu Jesus aber auch festigen und vertiefen, weil wir gerade dann die Nähe Jesu suchen. Vielleicht hat manch ein Leser dieser Andacht schon erlebt, dass es nicht nur die wunderbaren Erfahrungen waren, die ihn eng mit seinem Herrn verbunden haben, sondern gerade auch die notvollen Zeiten. Ja, Leid kann den Christen erst recht in die Arme Jesu treiben und ihn nur noch enger mit ihm zusammenschweißen. Seine Liebe zu Gott wächst, wird intensiver, weil er weiß (nach Ps 23,4): „Du, Gott, bist bei mir, gerade auch jetzt im finsteren Tal.“ Davon war auch Paulus überzeugt, denn er schrieb (Röm 8,38–39): „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges“ können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden