Andachten

Andacht

Andacht 27.08.2019

27. August 2019 | Günther Hampel

Andacht 27.08.2019

Bildnachweis: Rike. / photocase.de

Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird.

Paulus spielt hier auf ein Weltverständnis an, das den Juden der damaligen Zeit geläufig war. Die Rabbiner unterschieden zwei Zeiten: die alte und die neue Weltzeit. Bis zum Erscheinen des Messias läuft der alte Äon, mit dem Messias beginnt die neue Zeit. Paulus interpretiert diese Anschauung für die christliche Gemeinde. Für Christen hat diese neue Zeit bereits begonnen, denn durch Jesus Christus ist ein Stück der göttlichen Welt sichtbar geworden.
Damit ändern sich auch die Prinzipien, nach denen sich unser Leben gestaltet. Das heißt nicht, dass sich der Christ aus der Welt zurückziehen müsste, er lebt nur unter anderen Voraussetzungen und mit einem anderen Ziel. Paulus wusste etwas von der Neigung der Welt, ihre Kinder nach ihren Maßstäben zu prägen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Sie möchte alle in ihr Schema pressen, um ihrer sicher zu sein. Alles, was aus dem Rahmen fällt, ist verdächtig oder gar gefährlich.
Als im Tal Dura drei Hebräer nicht vor dem Standbild Nebukadnezars niederfielen, wurden sie in den Feuerofen geworfen (Daniel 3). Oder man denke an Nazideutschland und das kommunistisch regierte Ostdeutschland, wo man genaue Vorstellungen davon hatte, wie sich gute Staatsbürger zu verhalten hatten. Es gab eine allmächtige Partei, eine staatlich gelenkte Jugendorganisation und eine alleingültige Ideologie. Und für diejenigen, die sich in dieses System nicht einpassen wollten oder konnten, gab es ein allgegenwärtiges Spitzel- und Überwachungssystem, das einschüchterte, isolierte oder auch vernichtete.
Dieser Trend, Menschen in ein bestimmtes Schema zu pressen, ist immer und überall zu finden. Es ist mitunter nicht leicht, sich dem zu entziehen oder gar gegen den Strom zu schwimmen. Vom endzeitlichen Antichristen – wer auch immer das sein wird – heißt es: Er verordnet allen ein Malzeichen an Hand und Stirn! Auch wir können uns dem Einfluss der Welt, in der wir leben, nicht entziehen – das sollen wir auch gar nicht. Aber wir können darauf achten, dass an den Stellen, wo Entscheidungen mit Ewigkeitsbedeutung fallen, Gottes Normen wichtiger sind als die Maßstäbe der Welt. Auch heute!

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