Andachten

Andacht

Andacht 04.09.2019

04. September 2019 | Sylvia Renz

Andacht 04.09.2019

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

HERR, zeige mir deinen Weg, ich will dir treu sein und tun, was du sagst.

Ob der kleine Rudi heute daran denkt, was vor genau zwei Jahren passiert ist? Damals war er seiner Oma ausgebüxt, die ihm eine frische Windel verpassen wollte. Während sie ins Bad eilte, rannte Rudi durch die offene Terrassentür in den Garten und plumpste in den Swimmingpool. Die Großmutter suchte nach ihm und sah ihn reglos im Wasser treiben. Sie schrie nach Markus, dem Neunjährigen. Der unterdrückte den verständlichen Wunsch, einfach wegzulaufen. Er rannte ans Telefon, wählte die 112 und schilderte stockend, was passiert war. Der erfahrene Sanitäter Seebold tröstete den verzweifelten Jungen: „Ich bin da und ich helfe dir!“ Dann gab er klare Anweisungen: erst mal den kleinen Bruder rausholen. Markus gehorchte. Zusammen mit der Großmutter zog er den kleinen Rudi aus dem Pool. Seebold befahl: „Bringt ihn in die stabile Seitenlage.“ Danach sollte Markus dem kleinen Bruder mit flachen Händen auf die Brust drücken und das Herz massieren. Und zwischendurch immer wieder die Nase des Ertrunkenen zuhalten und ihm in den Mund pusten. Seebold machte dem Jungen Mut, nicht damit aufzuhören. Endlich kam der Notarzt und stellte fest: Der Kleine atmete schon wieder von allein. Der Hubschrauber brachte Rudi in die Uniklinik Marburg und einige Tage später konnte das Kind als geheilt entlassen werden. Sein Bruder hatte ihm das Leben gerettet.
Diese Geschichte hat mich sehr bewegt! Auch ein Kind kann zum Retter werden, wenn es fachkundig angeleitet wird und tut, was man ihm sagt. Wie viel mehr gilt das für uns Erwachsene! Wir wissen eine Menge über Notfälle, über Erste Hilfe, über echtes Trösten. Man hat uns erklärt, wie wir andere nachhaltig unterstützen, wie wir sie aufbauen und motivieren können. Warum gehen trotzdem immer wieder Bekannte und Freunde einfach unter? Verlieren den Boden unter den Füßen oder die Lust am Leben? Vielleicht reicht es nicht, wenn wir schlaue Bücher studieren (obwohl sie sicher auch ihre Berechtigung haben, ich schätze schriftliche Ratgeber sehr!). Aber eins können sie nicht ersetzen: das persönliche „Coaching“ von einem, der das Leben und die Liebe erfunden hat – Gott. Den direkten Befehl von seinem Herzen zu meinem Ohr und dann mein Ja zu der Tat, die gerade dran ist.

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