Andachten

Andacht

Andacht 13.09.2019

13. September 2019 | Roland Nickel

Andacht 13.09.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

„Rabbi“, fragten die Jünger, „wer ist schuld daran, dass dieser Mann blind ist? Hat er selbst Schuld auf sich geladen oder seine Eltern?“ „Weder noch“, antwortete Jesus. „Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden.“

Das Glioblastom ist ein hirneigener, sehr aggressiver Tumor, der sich aus den Gliazellen, dem Stützgewebe des Gehirns, entwickelt. Fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich daran. In unzähligen Studien kam heraus, dass eine Ursache für den Ausbruch der Krankheit nicht auszumachen ist. „Dem Glioblastom ist es egal, wie viel Fleisch ein Mensch isst, wie oft er in der Sonne liegt, welche Gifte er einatmet. Hirntumore gibt es, weil es Gehirne gibt.“ (Die Zeit, 29.12.2016, Kindle-Ausgabe, Pos. 1230) Zellen teilen sich. Millionenfach geht alles gut, dann passiert der Fehler und der Krebs ist da.
Niemand ist schuld! Der Tumor macht alle gleich. Ob reich oder arm, jeder kann ihn bekommen. So gern hätten wir eine Ursache, etwas, das uns erklärt, warum etwas geschieht. Aber hier regiert der Zufall, einfach nur der Zufall. Es gibt keine Chance, jemanden schuldig zu sprechen.
Gott hat diese komplexe Welt geschaffen, in der unzählige Prozesse und Ereignisse permanent ablaufen. Seit dem Sündenfall ist diese Welt vom Bösen beeinflusst. Dinge passieren, ohne dass eine individuelle Schuld auszumachen ist. Menschen sterben scheinbar willkürlich, weil sie irgendwann zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Ein Flugzeug stürzt ab, der Amokläufer schießt um sich. Den einen trifft es, den anderen nicht.
Gott steuert die Welt nicht wie ein Marionettentheater und verteilt Krankheiten oder Unfälle. Es geschieht einfach, weil diese Welt mit der Sünde verwoben ist.
„Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden“, sagt Jesus. Die Ursache spielt für ihn keine Rolle, sie ist unwichtig. Ihm geht es darum, Menschen zum Glauben zu rufen, und dieser Blinde bezeugt es eindrucksvoll: „Herr, ich glaube. Und er betete ihn an.“ (V. 38)
Christus ist in der Lage, den Teufelskreis der Schuld und des Bösen zu durchbrechen. Dieser blinde Mann hat es an sich erlebt. Er will es auch für dich und mich tun.

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