Andachten

Andacht

Andacht 15.09.2019

15. September 2019 | Jessica Schultka

Ein einzelner zarter grüner Grashalm vor grünem Hintergrund.

Bildnachweis: judigrafie / photocase.de

„Ist Gott nicht ungerecht!“? Auf keinen Fall! Er sagt ja zu Mose: „Ich werde dem mein Erbarmen schenken, mit dem ich Erbarmen habe. Und ich werde dem mein Mitleid zeigen, mit dem ich Mitleid habe.“ Es kommt also nicht darauf an, ob der Mensch etwas will oder ob er sich abmüht. Sondern es kommt allein auf Gottes Erbarmen an.

Ist Gott nun gerecht oder ungerecht? Verteilt er willkürlich Schicksale an die Menschen, die dann eben schauen müssen, wie sie damit klarkommen?
Es scheint, als würde Paulus genau das sagen: „Hat nicht der Töpfer alle Macht über den Ton? Er kann doch aus ein und demselben Tonklumpen verschiedene Gefäße herstellen: eine Schale für die Festtafel genauso wie einen Nachttopf.“ (Röm 9,21 BB) Und ich füge hinzu: Na, dann kann ich ja nichts dafür, dass ich nun der Nachttopf geworden bin. Damit kann ich mich jetzt schön aus der Affäre ziehen und über mein von Gott vorbestimmtes Schicksal jammern.
Paulus wollte aber eigentlich ausdrücken, dass es Gottes souveräne Entscheidung ist, wenn es darum geht, gnädig zu sein. Das musste er vor allem denen klarmachen, die sich als das auserwählte Volk sahen und gar nicht einsehen konnten, warum auch andere nun von dieser Liebe und Zuwendung Gottes profitieren durften. Dem stellte sich Paulus entschieden entgegen und sagte: „Gott darf alles! Er darf entscheiden, wer dazugehört, weil er der Schöpfer, der Töpfer, der Macher ist und wir eben seine Gefäße sind.“
Das bedeutet, ich habe nicht das Recht, über Gottes Gnade anderen gegenüber zu urteilen. Auch wenn ich der Meinung bin, die Gnade ein bisschen mehr verdient zu haben, ein wenig besser zu sein oder einfach nur zu Gottes Lieblingen zu gehören, sagt mir Paulus: „Gott entscheidet, wem er gnädig ist. Es kommt bei allem eben nicht darauf an, wie sehr ich mich abmühe, sondern es kommt allein auf Gottes Gnade an.“ Für dich und auch für mich. An dieser Stelle gibt es keinen Unterschied zwischen meinem Bruder, meiner Schwester und mir.
Paulus schreibt weiter, dass diese Gefäße, die Gott gemacht hat, also wir, zwar seinen Zorn erregt haben, uns aber sein Erbarmen gilt und wir von ihm zur Herrlichkeit bestimmt wurden. Solch einem Schöpfer vertraue ich mich gerne an, auch wenn er souverän und eigenwillig ist – denn ich weiß, er ist vor allem gnädig.

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