Andachten

Andacht

Andacht 19.09.2019

19. September 2019 | Siegfried Wittwer

Andacht 19.09.2019

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Und sie lasen aus dem Buch, dem Gesetz Gottes, Abschnitt für Abschnitt und erklärten es, sodass man verstand, was gelesen wurde.

Nach ihrer Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft versammelten sich die Juden in Jerusalem. Als die Älteren unter ihnen das verwüstete Land und die zerstörte Stadt sahen, wurden schmerzliche Erinnerungen wach. Sie waren Gott ungehorsam gewesen und hatten die Götzen der umliegenden Völker verehrt. Unrecht und Unmoral hatten damals im Land geherrscht. Auch die jungen Menschen waren tief bewegt. Von ihren Eltern hatten sie gehört, weshalb das Volk vor siebzig Jahren nach Babylon verschleppt worden war. Deshalb wollten sie es selbst besser machen.
Die Heimkehrer waren Gott dankbar, wieder in Freiheit leben zu dürfen. Nie wieder wollten sie ihm ungehorsam werden und damit seinen Schutz verlieren. Deshalb baten sie Esra, das Gesetzbuch Moses vorzulesen. Den ganzen Nachmittag hörte das Volk den Lesungen zu. Die Worte der Heiligen Schrift trafen tief in ihr Herz. Immer deutlicher trat ihnen die Tragweite ihrer Schuld vor Augen. Als Esra endete, brachen alle in Tränen aus. Erschüttert erkannten die Juden, dass Gott nur noch eine Randfigur in ihrem Leben war. Deshalb baten sie ihn um Vergebung und versprachen, neu anzufangen. Dieser Tag wurde tatsächlich zum Wendepunkt im Leben des Volkes. Als Nehemia und Esra die Trauer des Volkes sahen, versuchten sie die Menschen zu trösten. Sie riefen: „Seid nicht traurig und weint nicht! Heute ist ein Festtag; er gehört dem Herrn, eurem Gott!“ (V. 9 Hfa)
Trauer über Schuld und Sünde ist wichtig. Aber sie hat auch ein Ende. Sie darf wieder in Freude umschlagen, weil Gott uns vergibt. Weil wir neu beginnen dürfen. Für uns Ältere ist es ja ebenso gerade mal siebzig Jahre her, dass unser Land in Schutt und Asche lag. Auch wir konnten es nach dem Krieg wieder aufbauen und uns beträchtlichen Wohlstand erarbeiten. Aber auch wir stehen in der Gefahr, Gott zur Randfigur unseres Lebens zu machen. Brauchen wir deshalb nicht auch eine große Konferenz, auf der wir wieder mit dem Wort Gottes konfrontiert werden? Mit seinem Willen für unser Leben? Brauchen wir nicht auch – wie die Menschen damals – einen neuen Anfang, damit die Freude wieder in unserem Leben durchbricht?

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