Andachten

Andacht

Andacht 22.09.2019

22. September 2019 | Joachim Hildebrandt

Andacht 22.09.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin, dann habt ihr auch erkannt, wer mein Vater ist … Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen!

Der Philosoph Ludwig Feuerbach (1804–1872) behauptete, alle Vorstellungen von Gott seien nur die Wunschträume des Menschen, die dieser in den Himmel projiziert habe. Der Mensch habe also Gott, den es in Wirklichkeit nicht gebe, erdacht. Seit der Aufklärung nimmt der Atheismus mehr und mehr zu und agiert lautstark gegen die, die noch an Gott glauben.
Der Herr hat sich uns in der Bibel deutlich und umfassend offenbart. Doch da er unsichtbar ist, neigen wir Christen dazu, uns unser Bild von ihm nach unserer Vorstellung zu machen. Als Kind erzählten mir meine Eltern vom „lieben Gott“. Später wurde ich gelehrt, dass Gott vor allem Gehorsam von mir erwarte und die bestrafe, die seinen Willen missachten würden. Dieses Gottesbild brachte den jungen Luther im Kloster fast um: „Ich fühlte mich … vor Gott als ein von Gewissensqualen verfolgter Sünder.“
Ellen White berichtet, dass ihr in jungen Jahren Gott als ein Tyrann dargestellt worden sei. Erst ein Gespräch mit einem Methodistenprediger habe sie zu einem neuen Gottesverständnis geführt. Auch heute haben viele Adventisten Angst, wenn sie an ein Vorgericht im himmlischen Heiligtum denken. Doch die Bibel sagt Folgendes über Gott: „Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm … Furcht ist nicht in der Liebe.“ (1 Joh 4,16.18)
Wir projizieren zwar nicht unsere Wunschträume in den Himmel, wie Feuerbach behauptete, aber oft einseitige oder falsche Gottesbilder. Viele Christen glauben, dass Gott uns ähnlich sei. So verkündigen ihn die Nachsichtigen als nachsichtig („Alle Menschen kommen in den Himmel“), die Hartherzigen als streng und unbarmherzig.
Jesus hat seinen Jüngern immer wieder gesagt und vor allem in seinem Umgang mit den Menschen gezeigt, wie sein Vater uns begegnet. Besonders im Gleichnis von den beiden verlorenen Söhnen (Lk 15,11–32) erklärt er uns sehr deutlich, wie sein und unser Vater im Himmel sich gegenüber Sündern und Selbstgerechten verhält.
Jesus ist in unsere Welt gekommen, damit seine Worte und Taten uns erkennen lassen, wie Gott wirklich ist.

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UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

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