Andachten

Andacht

Andacht 25.09.2019

25. September 2019 | Klaus Kästner

Andacht 25.09.2019

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

„Wahrhaftig“, begann Petrus, „jetzt wird mir erst richtig klar, dass Gott keine Unterschiede zwischen den Menschen macht! Er fragt nicht danach, zu welchem Volk jemand gehört, sondern nimmt jeden an, der Ehrfurcht vor ihm hat und tut, was gut und richtig ist.“

Am 18. Oktober 1956 erhielt der in Deutschland völlig unbekannte Arzt Dr. Werner Forßmann ein Telegramm aus Stockholm. Darin wurde ihm mitgeteilt, dass er – gemeinsam mit zwei amerikanischen Professoren – den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhalten würde. Diese Anerkennung kam für Forßmann sehr spät und er selbst hatte überhaupt nicht mehr damit gerechnet, dass seine bahnbrechenden Experimente von irgendjemandem gewürdigt werden würden. Immerhin waren bereits 27 Jahre seit seinen ersten Versuchen mit einem Herzkatheter vergangen.
Als junger Assistenzarzt am Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Eberswalde hatte er es gewagt, sich selbst von der Armbeuge aus durch die Vene einen dünnen Gummischlauch bis ins Herz zu schieben. Durch neun Selbstversuche hatte er den Beweis erbracht, dass man das Herz auf diese Weise erreichen kann. Was vorher niemand für möglich gehalten hatte, probierte er an sich selbst aus! Das war für ihn der einzige Weg, um herauszubekommen, ob das menschliche Herz einen solchen Eingriff erlaubte. An Patienten konnten solche Experimente nicht vorgenommen werden und mit theoretischen Überlegungen kam man nicht weiter. Forßmann brauchte Gewissheit bezüglich der Anwendung einer neuen Methode für die Diagnose und Therapie.
Das gilt auch für den christlichen Glauben. Die Wahrheit des Glaubens beruht nicht auf Vermutungen und Spekulation, sondern auf persönlicher Erfahrung. Gewissheit im Glauben ist möglich und auch nötig.
Wir kennen die Redewendung: „Endlich ist der Groschen gefallen!“ Das ist hier bei Petrus der Fall. Jetzt hat er durch ein ganz besonderes Erlebnis eine entscheidende Wahrheit verstanden. Er hat nun begriffen, dass er guten Gewissens – wie Dr. Forßmann – eine Grenzüberschreitung von größter Tragweite wagen darf und soll: den Heiden das Evangelium zu bringen.
„Nun weiß und glaub ich feste ...“ (ghs 441,2) Möge dieses Bekenntnis auch für uns gelten!

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden