Andachten

Andacht

Andacht 28.09.2019

28. September 2019 | Martin G. Klingbeil

Andacht 28.09.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Er [König Hiskia] ließ die Opferstätten auf den Hügeln zerstören, zerschmetterte die Steinmale, die fremden Göttern geweiht waren, sowie den Pfahl der Göttin Aschera. Er zerschlug auch die bronzene Schlange, die Mose einst gemacht hatte, denn die Israeliten verbrannten vor ihr immer wieder Weihrauch als Opfer.

Zusätzlich zu diesem Bericht fanden sich im Mai 2016 bei einer Ausgrabung im Süden Israels auch einige archäologische Hinweise darauf, wie radikal Hiskias Reformen gewesen waren. Unter der Leitung eines israelischen Archäologen wurde die Südseite des monumentalen Stadttores von Lachisch ausgegraben, eine der wichtigsten Städte Judas in den Zeiten des Alten Testaments. Nachdem sich in den verschiedenen Räumen einige interessante Objekte wie Namenssiegel, Öllampen und Getreideschaufeln gefunden hatten, wurde in der dritten Kammer ein durch eine Mauer abgetrennter Raum entdeckt, der eindeutig einmal ein kleines Heiligtum gewesen war. Zwei vierhörnige Altäre und eine Nische trennten den Raum in ein Heiliges und ein Allerheiligstes, allerdings waren alle Hörner sorgfältig abgeschnitten worden. In dem Allerheiligsten befand sich dann ein großer, zu einem Stuhl umgearbeiteter viereckiger Stein mit einem strategisch angebrachten Loch in der Mitte und einer Abflussfurche, der sich schnell als antike Toilette erwies. Man hatte ihn offenbar dort platziert, um dieses Heiligtum nachhaltig zu verunreinigen, zu entweihen und damit weitere Anbetungen von Alternativgottheiten zu unterbinden.
Die Bibel berichtet von ähnlichen Strategien zur Zeit König Jehus, der einen Baals-Tempel in einen öffentlichen Abort umwandelte (2 Kön 10,27). Und auch Hiskia versuchte den Götzendienst mit allen Mitteln auszurotten. Denn was sich über Jahrhunderte hinweg unauffällig und zunächst harmlos erscheinend in die Frömmigkeit der Israeliten eingeschlichen hatte, war schließlich Götzenanbetung geworden. Da half nur noch eine radikale Reform!
Heute muss es nicht mehr gewalttätig zugehen, aber Hiskias Taten verdeutlichen, wie wichtig es war und ist, sich immer wieder zu reflektieren und zu hinterfragen: „Wo liegen meine Prioritäten momentan? Wie steht es um meine Beziehung zu Gott?“ Wenn sich etwas zwischen ihn und uns gestellt hat, sollten wir konsequent durchgreifen!

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