Andachten

Andacht

Andacht 03.10.2019

03. Oktober 2019 | Günther Hampel

Andacht 03.10.2019

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Ich bin der Herr, dein Gott … Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Die Botschaft „Ich bin der Herr, dein Gott!“ bringt dem, der sie hört und annimmt, Befreiung in mehrfacher Hinsicht. Der Gott, der sich hier offenbart, ist allen Bedrohungen des Menschen durch sichtbare und unsichtbare Mächte überlegen. Diese Gewissheit erfüllt die ganze Bibel und wird in vielen Erfahrungen entfaltet. Wo man mit der Herrschaft Gottes rechnet, tritt die Furcht vor der Herrschaft der Menschen in den Hintergrund. Gottesfurcht treibt alle Menschenfurcht aus. Die Bibel zeigt an vielen Beispielen, wie schwache Menschen durch das Vertrauen auf Gott Mut bekamen, ihren Weg zu gehen. Im Gehorsam dem wahren Herrn gegenüber kann es keine Menschenverherrlichung geben. Wo Christen verfolgt wurden, hatte das meist seinen Grund darin, dass Gläubige es ablehnten, Menschen zu vergöttern.
Wer das Wort Gottes hört, weiß auch: „Fürsten sind Menschen, vom Weibe geboren, und sinken wieder in den Staub.“ (Aus dem Lied „Lobe den Herren, o meine Seele“ von Daniel Herrnschmidt) Diese Erkenntnis hat seit jeher Freiheit im Umgang mit Machthabern geschenkt.
Der Herr, der sich im ersten Gebot kundtut, ist der Herr der Geschichte. Er ist kein Gedankengebilde religiöser Spinner, auch kein undefinierbarer Allgeist. Er handelt in der Geschichte der Menschen und durch sie. Er hält denen, die auf ihn hören, die Zukunft offen. Er vermittelt Zuversicht und Hoffnung, weil ihm im Weltgeschehen das letzte Wort zusteht. Er wird sein Reich aufrichten und seine Herrschaft sichtbar machen.
In einer Predigt über das Thema „Unser Gott ist mächtig“, sagte Martin Luther King: „Der Gott, zu dem wir beten, ist nicht schwach und ohnmächtig … Er hat die Macht, uns die innere Stärke zu geben, mit der wir den Versuchungen und Schwierigkeiten des Lebens begegnen können. Jeder von uns wird in seinem Leben gezwungen, Bürden auf sich zu nehmen … Das Christentum hat diese Erfahrung niemals übersehen.“ Der Zuspruch „Ich bin der Herr, dein Gott!“ gibt unserem Leben einen sicheren Grund. Wir sind geliebt und bejaht. Es ist nicht die Leistung, die unser Leben sinnvoll macht. Ob unser Dasein mehr im Licht oder mehr im Schatten steht, wie viel Beachtung wir finden – all das ist zweitrangig gegenüber der Tatsache, dass unser Leben im Gehorsam gegenüber diesem Herrn und in der Zuordnung zu seinem Reich gelebt werden darf.

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