Andachten

Andacht

Andacht 05.10.2019

05. Oktober 2019 | Udo Worschech

Andacht 05.10.2019

Bildnachweis: bit.it / photocase.de

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Einmal im Jahr bringen Christen ihre besondere Dankbarkeit für die Gaben der Natur zum Ausdruck. Das Erntedankfest soll bewusst machen, dass Nahrungsmittel und eine gute Ernte nicht selbstverständlich sind.
Die Gotteshäuser werden mit Getreideähren und Brot, mit Weintrauben, Äpfeln und anderen Obstsorten geschmückt. Uns fehlt es an nichts, was der Leib verlangt und die Zunge befriedigt. Wir dürfen dankbar sein für die gute Ernte und für die Lebensbedingungen, die wir bei uns haben.
Das Erntedankfest sollte uns aber auch daran erinnern, dass weltweit rund 850 Millionen Menschen an chronischem Nahrungsmittelmangel leiden und Tag für Tag 25.000 Menschen an Hunger sterben. Auch bei uns, vielleicht sogar in der eigenen Nachbarschaft, leben Menschen in Not und wissen nicht, wie sie heute ihr Essen bezahlen sollen. Sie sind auf unsere Hilfe angewiesen, auf Suppenküchen und Tafeln sowie andere karitative Einrichtungen.
Das Erntedankfest erinnert mich an die Bitte, die Jesus im Vaterunser formuliert: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Es ist Gottes Wille, dass alle Menschen das tägliche Brot haben. Jesus lehrt uns ausdrücklich, nicht nur für „mein“, sondern für „unser“ tägliches Brot zu beten. Diese Pflicht sollte sich auch im Bemühen um Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung verwirklichen.
„Brot“ bedeutet mehr als die materielle Basis für unseren Leib. In unserem Sprachgebrauch wird das immer wieder deutlich, zum Beispiel in der Redewendung „Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing“, oder wenn wir den Chef als „Brötchengeber“ bezeichnen. Diese Ausdrucksweisen zeigen, dass es beim Brot auch immer um Beziehungen geht, die die materiellen, personellen und geistigen Aspekte unseres Lebens ausmachen.
Das Vaterunser bittet um gute Beziehungen zu Gott und zu allen Menschen; die Bedingung dafür ist, dass alle das tägliche Brot haben, und dass jeder Mensch empfängt, was mit dem täglichen Brot auch im übertragenen Sinn gemeint ist: Güte, Wohlwollen, Hilfe, Solidarität, Leben. Wer Jesus, das „Brot des Lebens“, empfängt, wird zum „Brot“ für den Nächsten, das heißt: Er kann dabei helfen, das Leben zu gestalten und die Fülle des Lebens zu empfangen.

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