Andachten

Andacht

Andacht 07.10.2019

07. Oktober 2019 | Hartwig Lüpke

Andacht 07.10.2019

Bildnachweis: mathias the dread / photocase.de

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen.

In einer Zeitung schaltete jemand folgende Anzeige: „Ich danke Gott und dem Opelfahrer, der am 12. September auf der Bundesstraße xyz einen schweren Unfall verhindert hat.“ Drei Tage später kam die Antwort: „Noch mal Schwein gehabt! Der Opelfahrer.“ Deutlicher können sich die Lebenskonzepte der beiden kaum voneinander unterscheiden.
Wer die Psalmen liest, wird mitten ins Leben geführt, zugleich aber auch vor den lebendigen Gott. Das gilt auch für den 9. Psalm. David bekennt hier: Gott regiert. Er ist so kompetent, den gesamten Prozess der Weltgeschichte „zu seinem Zweck und Ziel“ zu führen, selbst dann, wenn „alle Teufel hier wollten widerstehn“ (Paul Gerhardt). Der Beter vertraut Gott und ist sich ganz sicher, dass dieser ihn rettet, ihm hilft und ihn von den „Toren des Todes“ zu den „Toren der Tochter Zion führen wird (V. 14–15). Diese Gewissheit, dieses Vertrauen lässt ihn mit Freuden danken (V. 2–3). Wenn wir andere Psalmen von David anschauen, wird schnell klar, dass das Danken für ihn so etwas wie ein Grundprinzip seines Glaubens und Lebens darstellte. Wer glaubt, dankt auch; wer dankt, vertraut seinem Gott.
Ich möchte einen weiteren Aspekt bedenken. Wer dankt, verabschiedet sich von der heute so gängigen Lebenseinstellung „Hauptsache ich!“. Wer dankt, vertreibt die hemmungslose Gier. Mir scheint, die Bereitschaft zu einem rücksichtslosen Leben, das oft genug sogar das Unglück der anderen in Kauf nimmt, greift in unserer Gesellschaft um sich. Dazu gesellt sich Ratlosigkeit, wie einer derart egoistischen Lebensauffassung beizukommen sei. Ich bin aber davon überzeugt, dass die Dankbarkeit ein wirksames Gegenmittel gegen alle Maßlosigkeit ist. Das Danken hilft uns, nicht nur an uns selbst zu denken. Es ruft dazu auf, die Würde des anderen zu schützen, offen für ihn zu sein und ein Vertrauen zu wagen, das verbindet. Ja, das Danken und das solidarische Denken und Handeln unterstützen sich gegenseitig. Liebe Gott und deinen Nächsten, und es wird viel Dank geboren.
„Wenn das Danken eine zentrale Rolle in unserem Leben übernimmt, werden wir feststellen, dass sich unsere Lebenseinstellung ändert. Wir werden optimistischer, gnädiger, liebender und demütiger.“ (Begegnung fürs Leben. Die Studienbibel für jeden Tag, SCM R. Brockhaus, S. 983)

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