Andachten

Andacht

Andacht 11.10.2019

11. Oktober 2019 | Georgia Busch

Andacht 11.10.2019

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Der Sohn aber sprach zu ihm: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.“

Wie viel Überwindung hat es mich gekostet, jemandem zu vergeben! Ich musste erst Abstand gewinnen. Verletzungen sind oft tief verankert. Ich weiß, wie es ist, wenn man zwar etwas vergeben hat, es aber noch lange nicht vergessen kann. Durch die Vergebung kann ich es aber aus einer anderen, versöhnten Perspektive betrachten.
In dem obigen Text geht es um die Geschichte des verlorenen Sohns. Er bat seinen Vater, ihm sein Erbteil auszuzahlen, und zog daraufhin in ein fernes Land. Dort gab er das ganze Geld aus. Als er nichts mehr davon übrig hatte und im fernen Land die Hungersnot ausbrach, hütete er für jemanden die Schweine. Bestimmt hatte er in dieser Zeit über sein bisheriges Leben nachgedacht. Schließlich entschloss er sich, wieder zu seinem Vater zurückzugehen. Das bedeutete auch, seinen Vater um Vergebung zu bitten, dass er gegen ihn und den Himmel gesündigt hatte. (Lk 15,11–32)
Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer es ihm gefallen sein muss, diesen Schritt zu gehen. Welche Gedanken und Gefühle er wohl hatte, als er auf dem Heimweg war? Freute er sich? Oder mischten sich Zweifel dazu, ob der Vater ihm überhaupt vergeben würde? Doch er war bereit, seinen Vater um Vergebung zu bitten. Ihm war bewusst geworden, wie sehr er seinen Vater verletzt haben musste.
Auch uns kann es passieren, dass wir Menschen bewusst oder unbewusst verletzen. Manchmal werden uns Auswirkungen erst im Nachhinein bewusst und dann wünschen wir uns, unser Handeln ungeschehen machen zu können.
Gott möchte uns helfen, das wiedergutzumachen, deshalb hat er Jesus zu uns Menschen geschickt, der Vergebung zwischen Gott und uns Menschen direkt möglich gemacht hat. Vergebung ist aber auch nötig zwischen uns Menschen. Gerade weil Gott uns Menschen vergibt, sollten wir bereit sein, auch unsere Mitmenschen um Vergebung zu bitten.
Ich weiß, dass es kein einfacher Schritt ist. Manches Mal ist die Verletzung viel zu groß. Es gibt Verletzungen, die Zeit zum Heilen brauchen. Trotz allem ist das mein Gebet: „Vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben jedem, der an uns schuldig wird.“

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