Andachten

Andacht

Andacht 12.10.2019

12. Oktober 2019 | Wilfried Krause

Andacht 12.10.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Denkt an Lots Frau!

Jesus war ein Meister kurzer, inhaltsschwerer Sätze. Der obige ist dafür ein Beispiel. Wir wissen wenig über Lots Frau; dennoch fordert uns Jesus auf, über sie nachzudenken. Das muss gewichtige Gründe haben.
Wann und wo sich Lot für sie als Ehepartnerin entschied, bleibt im Dunkeln. Belegt ist, dass sie zwei Töchtern das Leben schenkte und dass die Familie viele Jahre in Sodom wohnte. Diese Zeit hat „Frau Lot“ offensichtlich nachhaltig geprägt. Wirtschaftlich ging es ihr richtig gut. Das Stadtleben bot gegenüber dem Nomadendasein viele Vorteile. Ihr Mann hatte es als Stadtrat zu Ansehen gebracht. Das hob auch ihre Stellung. Allerdings bestimmte ein Zeitgeist die Sodomiter, der keinen Raum für den Gott Abrahams ließ. Der Volksmund sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ So wuchs von Jahr zu Jahr die Gefahr, diesem materialistischen Denken zu erliegen und diese moralischen Werte zu übernehmen. Sünde kann durchaus süß schmecken (siehe dazu 1 Mo 13–19).
Eines Tages erhielt die Familie unerwartet Besuch. Die zwei Männer entpuppten sich bald als göttliche Abordnung, welche die Familie wissen ließ, dass Gott den Untergang der Stadt beschlossen hatte. Eindringlich wurden sie aufgefordert, Sodom zu verlassen. Damit taten sie sich sehr schwer, zumal die beiden angehenden Schwiegersöhne darüber nur lachen konnten. Im letzten Augenblick blieb den beiden Boten nichts anders übrig, als die Familie mit sanfter Gewalt zu entführen, um sie vor dem kommenden Gericht zu retten. Offensichtlich hatte Lots Frau körperlich die Stadt verlassen, aber ihr Herz war doch zurückgeblieben. Das hatte ihren Tod zur Folge.
In Lukas 17 forderte Jesus die Gläubigen vorausschauend auf, Jerusalem umgehend zu verlassen, wenn sie merken, dass die Stadt von einem feindlichen Heer eingenommen wird. Das geschah im Jahr 70 n. Chr. Die Christen folgten Jesu Rat.
Was will Jesus uns mit dieser Aufforderung „Denkt an Lots Frau!“ sagen? Der Zeitgeist vor seiner Wiederkunft gleicht dem in Sodom. Jesus will uns warnen, uns davon vereinnahmen zu lassen. Manchmal hilft, wie damals bei Lot, nur ein radikaler Schnitt, um der „Welt“ nicht zu erliegen. Solche mahnenden Töne, wie hier von Jesus ausgesandt, drücken wir gern weg. Doch auch damit meint er es gut mit uns. Es gehört zu seinem Rettungsprogramm.

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