Andachten

Andacht

Andacht 13.10.2019

13. Oktober 2019 | Daniel Wildemann

Andacht 13.10.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht. Jesaja 28,16

Gottes Bundesvolk befand sich in einer schweren Krise. Das Unheil stand mit den assyrischen Armeen unter Sanherib unmittelbar vor den Toren Jerusalems (Jes 36). Es drohte der totale Zusammenbruch. Um es nicht dazu kommen zu lassen, richtete sich Gott im 8. Jh. v. Chr. durch den Propheten Jesaja eindringlich an sein Volk.
Aber auch durch eine „Identitätskrise“ war das Volk Gottes innerlich bedroht. Man hatte vergessen. Seine Berufung, Erwählung und die gewaltigen Erfahrungen der Vergangenheit. Einfach vergessen. Der Prophet nannte es Untreue.
In diese ausweglose Situation hinein richtete Jesaja sein Wort. Eine Neuausrichtung war nötig: glauben und vertrauen, statt wieder untreu zu werden und vor Gott zu fliehen.
Wie oft suche ich das Weite, indem ich innerlich und äußerlich unterwegs bin, mich geschäftig halte? Wie oft fliehe ich in Ablenkung oder Sorgen und „eile ängstlich“ (EB), bin ein Getriebener? Wer flieht, der glaubt nicht. Ist das so?
Bei Jesaja markiert das Bild vom Grundstein den Neuanfang. Der alte Bau wurde abgerissen und der Baugrund von Trümmern beseitigt. Erst wenn der Eckstein gelegt ist, kann die komplette Neuausrichtung folgen. Er gibt als das ordnende Prinzip beim Bauen „das Maß an, nach dem alle anderen Steine zu setzen sind“ (Wuppertaler Studienbibel AT 7,388). Gott legt diesen ersten Stein.
Im Neuen Testament wird dieser Stein gedeutet. Bei Paulus ist es „Jesus Christus der Eckstein“ (Eph 2,20) wie auch bei Petrus, für den er ein „lebendiger“ Stein ist, durch den auch wir zu lebendigen Steinen werden (1 Ptr 2,5).
Weil Gott das „ordnende Prinzip“ für mein Leben ist, kann ich vertrauen und brauche nicht ins Tohuwabohu zu fliehen. Er gibt Halt, ist Anfang und Ende, Grundstein und Schlussstein und fügt so den Bau meines Lebens zusammen.
Auch wenn es Situationen, Themen, Personen in unserem Leben geben mag, die einfach zum Weglaufen sind, müssen wir nicht fliehen! Wir dürfen glauben und den Sanheribs in unserem Leben mit Gottes Hilfe standhalten. So wird aus Flucht Zuflucht.

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