Andachten

Andacht

Andacht 15.10.2019

15. Oktober 2019 | Ralf Schönfeld

Beine baumeln / Sprungbrett

Bildnachweis: manun | photocase.de

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Alle Reben am Weinstock, die keine Trauben tragen, schneidet er ab. Aber die Frucht tragenden Reben beschneidet er sorgfältig, damit sie noch mehr Frucht bringen. Ihr seid schon gute Reben, weil ihr meine Botschaft gehört habt.

Neulich gab uns eine Nachbarin zu verstehen, dass sie es für eine mittelschwere Katastrophe halten würde, wenn wir hier wegzögen. Nun, dachte ich so, das gefällt mir. Auf jeden Fall finde ich es besser, als wenn sie dankbar wäre, wir würden endlich unsere sieben Sachen packen ... Irgendetwas müssen wir richtig gemacht haben all die Jahre. Ich denke, jeder Mensch ist froh, wenn er etwas Gutes bewirken kann; schön, wenn man sich umdrehen und in aller Demut sagen kann: „Gut, dass ich hier war, auf diesem Planeten.“ Vielleicht ist das ein Teil der „Frucht“, von der Jesus hier spricht: Etwas Gutes, Angenehmes ist gewachsen, etwas „Süßes“, wenn ich an unseren Pflaumenbaum denke. Für andere! Früchte sind nicht primär für den Baum oder Weinstock selbst gedacht. Nun sagt Jesus im heutigen Bibeltext zu seinen Mitarbeitern sinngemäß: „Ihr habt schon alles, um Gutes bewirken zu können.“ Das finde ich mutig, denn seien wir ehrlich: Was für Jungs waren das denn? Petrus überschätzt sich maßlos, Thomas zweifelt, Johannes und Jakobus wollen ein ganzes Dorf anzünden, nur, weil man sie nicht übernachten ließ, Nathanael meinte, aus Nazareth (der Heimat Jesu) käme eh nix G’scheits. Ihre Lieblingsbeschäftigung war, sich zu streiten, wer denn der Bedeutsamste von ihnen wäre; und als es dann hart auf hart kam, waren sie (fast) alle ganz schnell weg ... Tolle Truppe! Und ausgerechnet sie sind schon „gute Reben“? Jesus, bist du blind? Was war an ihnen so außergewöhnlich? Ich denke da an Matthäus. Er war Zöllner – römisch lizensierter Betrüger. Ein einträglicher Job. Jesus kam an seiner Station vorbei und sagte ihm: „Komm, folge mir nach!“ (Mt 9,9 Hfa) Und was tut Matthäus? Er klappt seine Kasse zu, schiebt den Stuhl ran und geht mit.
Wer von uns hätte diesen Mut gehabt? Das eigene Leben völlig auf den Kopf stellen zu lassen und so viel Vertrauen in diesen Jesus zu setzen, dass er mir sogar in mein Privatleben reinreden darf? Respekt! Diese Entscheidung hatten sie alle getroffen. Das machte sie „reif für Gutes“. Jesus, ich möchte das Risiko eingehen, auch alles auf dich zu setzen – hilfst du mir?

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