Andachten

Andacht

Andacht 21.10.2019

21. Oktober 2019 | Clara Emilia Eißner

Andacht 21.10.2019

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.

Durch den Beginn eines Studiums, das Antreten einer neuen Arbeitsstelle, den Beginn einer Ausbildung oder weiteren Schulbildung oder viele andere Umstände ist man manchmal dazu gezwungen, umzuziehen. So ging es auch mir, als ich anfing zu studieren. Ich zog in eine neue Stadt, in der ich bisher nicht gelebt hatte. In meiner Heimatstadt hatte ich festen Boden unter den Füßen gehabt, eine Familie und Freunde. Vieles ließ ich hinter mir, aber mich erwartete auch viel Neues.
Abschiede gehören zum Leben dazu. Menschen, die man lieb hat, lässt man zurück, aber man kommt vielleicht auch anderen Freunden und Bekannten wieder näher. Ich persönlich mag Abschiede nicht. Wenn einer bevorsteht, zögere ich ihn gerne hinaus oder ziehe ihn in die Länge. Eine letzte feste Umarmung. Aber dann kommt schon der Zug, das Auto fährt ab, das Flugzeug rollt von der Startbahn …
Zum Glück ist es meist nur ein Abschied auf Zeit. Mit der Freude auf ein Wiedersehen, auch wenn es bis dahin Wochen oder Monate dauern kann, lässt es sich besser aushalten. In manchen Fällen dauert die Zeit, in der man getrennt ist, auch noch länger. Und ganz selten ist es leider auch ein Abschied für immer.
Wie müssen sich da wohl die Jünger gefühlt haben, als Jesus davon sprach, dass er gehen würde? Für sie war es ein Abschied auf unbestimmte Zeit. Bis zu diesem Zeitpunkt war Jesus für sie immer hautnah, zum Anfassen da und konnte mit Fragen bombardiert werden. Sie lebten miteinander und hatten direkten Draht zu Jesus.
Die Trauer des Abschieds kann ich sehr gut nachvollziehen, und ich weiß nicht, ob die Jünger damals ahnten, wie lange es dauern würde, bis Jesus wiederkommt. Für sie war es kein leichter Abschied, aber definitiv kein Abschied für immer! Und wir warten auch heute noch, bis wir niemals mehr Abschied nehmen müssen. Es ist wundervoll, die Hoffnung auf die Wiederkunft haben zu können. Dieses Wissen gibt mir – bei allem, was auf der Welt passiert – Kraft und Zuversicht.

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