Andachten

Andacht

Andacht 29.10.2019

29. Oktober 2019 | Roland Nickel

Andacht 29.10.2019

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben.

Vor nicht allzu langer Zeit hat das Bundeskartellamt die Fusion der beiden Lebensmittelriesen „Kaiser’s Tengelmann“ und „Edeka“ untersagt. Eine der Aufgaben des Kartellamtes ist es, dafür zu sorgen, dass der Wettbewerb gewahrt bleibt. Dieser funktioniert dann reibungslos, wenn genügend Anbieter und Nachfrager aufeinandertreffen. Anbieter haben in der Regel die Neigung, Monopole zu bilden oder einer von wenigen Anbietern zu sein (Oligopole). Sie wären dann in der Lage, die Preise ohne Rücksicht auf andere Anbieter festzusetzen, und könnten so ihre Gewinne ins Unermessliche steigern.
Vor mehr als 500 Jahren war das bereits dem Reformator Martin Luther ein Dorn im Auge. In seiner Schrift Vom Handel (Martin Luther: Gesammelte Werke, e-artnow [Kindle-Ausgabe]) beschreibt er unter anderem Kaufleute, die Monopole bilden wollten, um die Preise diktieren zu können. Folgender Wahlspruch sei die Grundlage all ihrer Geschäfte: „Sie sagen: ich kann meine Ware so teuer verkaufen, wie ich es vermag. Sie halten das für ihr Recht. Tatsächlich ist damit der Habsucht Raum gegeben.“ Um ihre Mitmenschen würden sie sich nicht kümmern: „Ich frage nicht nach meinem Nächsten. Wenn ich nur meinen Gewinn habe und meine Habsucht befriedige, was geht es mich an, wenn damit meinem Nächsten zehnfacher Schaden auf einmal entsteht.“ Es ist nicht verwunderlich, dass er auf diese Kaufleute, die ihre Marktmacht ausnutzten, die Verse aus 1. Timotheus 6,9–10 anwendet: „Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung.“ Und schließlich bezeichnet Luther sie in seiner unnachahmlichen Sprache als „Diebe, Räuber und Wucherer“.
Die Bibel ist voll von Hinweisen und Empfehlungen, die Schutz vor der Übervorteilung und Habsucht bieten sollen, nicht nur für Kaufleute. Die Worte Gottes – wie „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3 Mo 19,18) und „Du sollst nicht stehlen“
(2 Mo 20,15) – geben die klare Richtung für die Gläubigen vor, dem egoistischen Gewinnstreben zu widerstehen.

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