Andachten

Andacht

Andacht 30.10.2019

30. Oktober 2019 | Josef Butscher

Andacht 30.10.2019

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, obwohl es doch kein andres gibt. Es gibt nur einige, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.

„Eine Ordensschwester führt einen Reporter, der seinen Radiohörern das Ordensleben vorstellen möchte, durch das Kloster. Sie zeigt ihm zuerst die Kirche, dann das Refektorium (Speisesaal) und dann die Klosterküche. Schließlich darf der Reporter sogar einen kurzen Blick in eine Klosterzelle werfen. Die Ordensschwester erläutert ihm den Tagesablauf mit den verschiedenen Gebetszeiten und erzählt von den praktischen Arbeiten wie der Haus- und Gartenarbeit, die in einem Kloster so anfallen. Am Ende des Rundgangs fragt der Reporter nach der Motivation für solches Leben. Die Ordensschwester erklärt: ‚Wir leben natürlich nach dem Evangelium – soweit unsere heilige Regel das zulässt.‘“ (Du lieber Himmel, Volker Bauch, St. Benno Verlag, S. 120)
Was hier mit einem Augenzwinkern vermittelt wird, ist durchaus ernst gemeint. Welche Kirche lehrt und praktiziert das reine Evangelium? Jede wird nach ihrem Bekenntnis gefragt. So beauftragt sie ihre Theologen, verbindliche Lehrsätze zu formulieren, woran schließlich alles gemessen wird. Damit werden flugs Rechtgläubige und Abweichler ausgemacht. Aber es gibt ein Aber! Das Evangelium ist mehr als das, was man nach menschlichem Verständnis aufs Papier schreiben kann! Ein Glaube auf Papier ist nicht der praktizierte Glaube.
Selbstverständlich gehören zum Evangelium unumstößliche Glaubenslehren. Wer sie missachtet und sich ein eigenes Evangelium zusammenbastelt, unterliegt dem Fluch (siehe Gal 1,8– 9). Das gilt sowohl für Kirchen als auch für den einzelnen Menschen. Aber was unternimmt eine Kirche oder der einzelne Gläubige, wenn sie feststellen, dass die Forderungen des Evangeliums „gegen den Strich“ laufen? Und wem folge ich im Zweifelsfall: meinem eigenen an das Wort Gottes gebundenen Gewissen oder den von anderen oder mir selbst zurechtgestutzten Traditionen? Die Botschaft Gottes ist verbindlich und doch erwartet Gott gleichzeitig meine ständige Offenheit, um zu besserem Verständnis zu kommen. Nur dann wird das Evangelium nicht verdreht.

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