Andachten

Andacht

Andacht 31.10.2019

31. Oktober 2019 | Werner E. Lange

Andacht 31.10.2019

Bildnachweis: luh / photocase.de

Gerecht wird ein Mensch durch den Glauben, unabhängig von den Taten, die das Gesetz fordert.

Heute ist der Reformationstag zum Gedenken an den Thesenanschlag Martin Luthers, der als Beginn der protestantischen Reformation gilt. Das Lutherjahr zum 500. Jubiläum des Thesenanschlags ist schon wieder seit fast einem Jahr zu Ende. Ich hatte es zum Anlass genommen, mich erneut mit der Geschichte der Reformation und vor allem mit einigen Originalschriften Luthers zu beschäftigen.
Besonders beeindruckt haben mich Luthers klare Ausführungen und Argumentationen über Glaube und Werke. Das war damals ein heißes Thema unter den Menschen, denn die herrschende Kirche lehrte die Notwendigkeit von Werken (tägliche Gebete, regelmäßigen Besuch der Messe, Almosengeben, Beachtung der Feiertage, Wallfahrten u.a.), um vor Gott gerecht, also anerkannt zu werden. Luther bestand darauf, dass solche Werke uns nicht vor Gott rechtfertigen könnten, denn sie könnten auch ohne Glauben aus selbstsüchtigen Motiven getan werden. Nur das Bewusstsein der eigenen Sündhaftigkeit, das Vertrauen auf Gottes Güte und Barmherzigkeit und die Erlösung durch Christus könnten uns vor Gott gerecht und angenehm machen.
Aber nicht nur für die Rechtfertigung vor Gott sah Luther den Glauben als entscheidend an. Er betonte, dass alle unsere Werke – ganz gleich, welcher Art, die alltäglichen Verrichtungen eingeschlossen – nur durch den Glauben vor Gott angenehm seien und bestehen könnten. Das kommt besonders in seinem Sermon von den guten Werken zum Ausdruck (siehe Calwer Luther-Ausgabe, Bd. 3). Alles, was wir tun, solle vom Glauben bestimmt sein. Luther berief sich dabei vor allem auf Aussagen von Paulus, wie „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ (Röm 1,17) und „Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde“ (Röm 14,23).
Das ist eine sehr aktuelle Botschaft, die uns auch heute angeht und täglich herausfordert. Die Frage ist: Wir sehr ist unser tägliches Reden und Handeln vom Vertrauen auf Gott bestimmt? Wie deutlich spiegelt es die Wesenszüge Gottes wider? Luther betonte, dass alle Werke, auch wenn sie unvollkommen oder sündig seien, durch den Glauben vor Gott bestehen könnten. Das ist eine sehr tröstliche Gewissheit, die wir uns täglich vor Augen halten sollten.

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