Andachten

Andacht

Andacht 02.11.2019

02. November 2019 | Wilfried Krause

Andacht 02.11.2019

Bildnachweis: Rina H. / photocase.de

Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

In unserer Kleinstadt gibt es eine Gedenkstätte, die an ein KZ-Außenlager erinnert. Aus jener Zeit blieben ein 24 Meter hoher Fabrikschornstein stehen und eine Mauer von 18 Metern Länge und drei Metern Höhe. In vier Metalltafeln, die dort befestigt sind, wurden die Namen von 174 Personen eingraviert. Für zwei von ihnen, Wasilij Parschin und Nicolaj Petrow, haben meine Frau und ich eine Patenschaft übernommen. Sie besteht lediglich darin, an den Geburtstagen der beiden eine Kerze aufzustellen und ab und an eine Blume niederzulegen. Leider wissen wir nur sehr wenig über sie. Als sie Anfang 1945 körperlich arbeitsunfähig wurden, tötete man sie, wie alle anderen auch, mit einer Giftspritze. Anschließend wurden sie in der Esse verbrannt. Damals waren sie 21 und 25 Jahre alt. Die Todesliste soll uns vor dem Vergessen bewahren.
Von Jesus wissen wir, dass Gott eine Liste des Lebens führt, auch als „Lebensbuch“ bekannt (Offb 13,8). Auf dieser Namensliste stehen alle Personen, die berufen sind, einmal Bewohner oder Teilhaber von Gottes neuer Welt zu werden. Hat Gott es bei seinem Erinnerungsvermögen denn nötig, Buch zu führen? Nein, aber Jesus wollte uns damit anschaulich versichern: Bei Gott wird keiner vergessen. Ganz gleich, wann und wo Gottes Kinder gelebt haben, sie werden auferweckt zum ewigen Leben.
Unser obiges Wort von Jesus steht im Zusammenhang mit einem aufregenden „Missionseinsatz“ seiner Jünger. Als die „Praktikanten“ zurückkehrten, erzählten sie begeistert von ihren Erlebnissen. Unter anderem konnten sie im Namen Jesu Dämonen vertreiben. Ihr Meister meinte, ein viel größerer Grund, sich zu freuen, sei die Tatsache, dass unsere Namen im Himmel festgehalten seien.
Kann man das denn sicher wissen? Sage ich „Ja“, werden mir einige vermutlich geistliche Arroganz unterstellen. Verneine ich, mutmaßen andere, dass ich ungläubig sei. Was tun? Ich halte mich an das unverrückbare Kriterium, das Jesus selbst aufgestellt hat: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen.“ (Joh 3,36)
Im Vertrauen auf Christus will ich dem täglich gerecht werden. Insofern freue ich mich, dass für mich die „Eintrittskarte“ in den Himmel bereitliegt.

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