Andachten

Andacht

Andacht 03.11.2019

03. November 2019 | Elí Diez-Prida

Andacht 03.11.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

[Der Weingärtner] aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn herum grabe und ihn dünge; vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab.“

Wir vermissen ihn, den großen Tannenbaum im Garten: Vor über 18 Jahren als Weihnachtsbaum auf der Terrasse in einem großen Topf aufgestellt, pflanzten wir ihn anschließend in den Garten. Dort wuchs er Jahr für Jahr. Jetzt wurde er einfach zu groß und wir haben ihn fällen lassen. Er war uns ans Herz gewachsen, besonders meiner Frau, die Pflanzen (und Bäume) so sehr liebt. Wir vermissen ihn, obwohl er keine Früchte trug, sondern „nur“ Schatten spendete und als Sichtschutz diente. Wir hatten uns jedes Jahr über seine Wachstumsschübe gefreut. Er schien sich bei uns wohlzufühlen.
Da kann ich den Gärtner im Gleichnis, das Jesus seinen Jüngern erzählte, gut verstehen: Er hatte sich Jahr für Jahr so viel Mühe gegeben, den Boden gelockert und gedüngt. Aber in den letzten drei Jahren konnte er von ihm keine Feigen für seinen Herrn pflücken. Dieser hatte recht: „Hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft?“ (V. 7)
Doch dem Weingärtner war auch dieser Feigenbaum ans Herz gewachsen. Sollte alle investierte Zeit und Mühe denn umsonst gewesen sein? Er „glaubte“ an die Ertragskraft des Baumes und konnte ihn daher nicht aufgeben.
Frucht bringen – ist das nicht auch meine Bestimmung? Unsere Bestimmung als Kinder Gottes? Jesus Christus sagte: „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt.“ (Joh 15,8) Finden Menschen, die bei mir Trost und Verständnis, Rat und Ermutigung suchen, „Frucht“? Oder müssen sie enttäuscht weitergehen und woanders suchen? Finden sie bei mir Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue … – das, was Paulus „Frucht des Geistes“ nennt? (Gal 5,22–23)
Ich bin so froh, dass Jesus mein persönlicher „Gärtner“ ist! Er hat mich teuer erkauft, darum kann und wird er mich nicht aufgeben! Und außerdem ist er der Schlüssel dafür, dass ich Frucht tragen kann – durch ein Leben in enger Verbindung mit ihm: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ (Joh 15,5)
Danke für beides, Herr!

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